Neigungsgruppe WTF
Zu einer spektakulären Aktion kommt es am Samstag den 16. Mai, in Linz. Im Rahmen der Subversiv Messe sperrt die “Neigungsgruppe Donauschwimmen” für eine Stunde die drei wichtigsten Donaubrücken in Linz. [...]
“Österreich ist ein rassistisches Land”, ergänzt Kurto Wendt, ein weiterer Proponent der “Neigungsgruppe Donauschwimmen”, “Wir wollen mit der einstündigen Blockade die vielen Facetten des herrschenden Rassismus zur Sprache bringen.”
Ich bin wahrscheinlich einfach ein zuwenig für die moderne Kunst zugänglicher Mensch, aber der Zusammenhang zwischen Kulturhauptstadt und Brückenblockaden erschließt sich mir einfach nicht. Auch für das Erkennen der direkten Auswirkungen des Rassismus in Österreich auf den Straßenverkehr ist mein Promillepegel wohl noch zu gering. Klingt irgendwie nach verzweifeltem Heischen um Aufsehen, weil die “Neigungsgruppe Donauschwimmen” mitsamt der Subversismesse sonst wohl untergeht…
Interessant wäre ja, mit wievielen Steuer-Euros aus den Linz09-Töpfen ein derartiges Spektakel gefördert wird. Danke, Linz09!
Selbstauskunft vom KSV
Im Dezember habe ich aus reiner Neugierde eine Selbstauskunft beim KSV angefordert - ausgehend davon, dass der wohl nicht viel über mich wissen kann, weil ich keine Kredite zurückzahle und auch sonst kein schlechtes Gewissen habe.
Dieser Tage habe ich das Ergebnis erhalten (als eigenhändiges Einschreiben, wusste gar nicht, dass so etwas für Nicht-Behörden auch möglich ist). Interessanterweise glaubt der KSV, dass ich stolzer Besitzer eines endfälligen Kredits über 998,00€ bei der Easybank bin. Sehr interessant, Gott sei Dank wusste ich bislang noch nichts davon… Wenigstens steh ich nicht auf der “Warnliste” ;)
Idiotie, freilaufend
(und weils zur Überschrift so schön passt, http://www.armedamerica.org/)
Google!
Was soll denn das? Im Halbesjahres-Abstand neue Favicons verwenden ist unfair. Vor allem, wenn die Icons mit jeder Iteration hässlicher werden:
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Mobil Parken - mehr oder weniger
Vor ein paar Monaten hat uns die Stadt Linz einen Parkschein-Automaten unter das Wohnzimmerfenster gestellt und bei der Gelegenheit die Kurzparkzonen in meiner Gegend auch gleich für gebührenpflichtig erklärt. Mittlerweile prangen auf fast allen Parkschein-Automaten Aufkleber für die Website www.mobil-parken.at. Sollte ich mir damit denn in Zukunft für die paar Mal im Monat, an denen ich (meist Zahnarzt- oder Uni-bedingt) für meinen Parkplatz zahlen muss, den Weg zum Automaten sparen können?
Offenbar wird es pro Stadt mehrere Betreiber geben, die zwischen Kunde und Kommune stehen und den Service zu entsprechenden Tarifen anbieten. In Linz gibt es lt. mobil-parken.at zwei Betreiber, momentan ist die Registrierung nur bei einem der beiden möglich, nämlich bei www.mobil-zahlen.at. Sonderlich überzeugend ist deren Angebot momentan noch nicht: Mit einer vernünftigen monatlichen Grundgebühr habe ich kein Problem, und der im günstigsten Fall verlangte Tarif von 1€ erscheint recht erträglich. Aber die pro Parkvorgang fällige Gebühr von 49c erscheint mir in Relation zur hiesigen Parkgebür von 50c/30min doch etwas übertrieben, entspricht das doch einem Aufpreis zwischen 17 und 100% (ausgehend von einer maximalen Parkzeit von drei Stunden, längere Kurzparkzonen kenn ich eigentlich nicht). Gutes Geschäftsmodell!
Noch nicht mal den Weg zum Automaten kann ich mir sparen: Beim Parken muss eine vom Abstellort abhängige Nummer angerufen werden, die natürlich auf dem oben erwähnten Aufkleber steht - und dieser, der aufmerksame Leser erinnert sich, klebt auf jenem Parkschein-Automaten, der mir auch meinen um mindestens 49c billigeren Parkschein verkaufen würde (anscheinend gibt es in Linz aber nur vier Zonen, also könnte man sich die paar Nummern wohl auch im Handy speichern).
Besonders amüsant finde ich ein paar der “10 guten Gründe” für das “Handyparken”:
- “Einfach zu bedienen” -> 0800-Nummer anrufen, das passt - immerhin fallen keine zusätzlichen SMS-Kosten an.
- “Keine Strafzettel mehr - Durch die Erinnerungsfunktion werden Sie 15 Minuten vor Ablauf der maximalen Parkzeit per SMS daran erinnert, zu Ihrem Fahrzeug zurückzukehren”, auch erhältlich als Erinnerungsservice alle 15 Minuten. -> Die Erinnerungsfunktion kostet pro SMS die Kleinigkeit von 29c…
- “Keine Kleingeldsuche” -> Die Parkschein-Automaten sind ziemlich flächendeckend mit Quick ausgerüstet, also wozu Kleingeld?
- “Geringe Gebühren” -> Naja, Ansichtssache.
Wirklich lohnen kann sich das Ganze wohl nur für Leute, die oft mal die bezahlte Parkdauer überziehen und sich so das Nachwerfen am Automaten ersparen können. Wenn man anstelle der 49c für die Gebühr pro Parkvorgang eine halbe Stunde extra bezahlt, dann erspart man sich vermutlich gleich mal viele dieser Situationen - nachzahlen kann man ja trotzdem, und ob einem die Faulheit wirklich soviel wert ist…
Die Fälscher
Interessant, wie sehr sich momentan die Berichte über lustige Medienfälschungen häufen: So war z.B. die Palin-Afrika-Story ein geschickter Fake, die Yes Men kapern die New York Times und verkünden darin das Ende des Irak-Krieges und ähnliches mehr. Ob das alles nur am Scheiss Internet liegt?
++
Herbstgefühle
Da wollte ich nach langer Zeit mal wieder einen Frust-Post absetzen - nur um festzustellen, dass das Thema der lärmenden Hausmeister schon in erschöpfender Tiefe behandelt ist. Wieder zu langsam…
Über was man sich im Wahlkampf wundern könnte
Warum gehören eigentlich gerade jene, die sich am genüsslichsten über die plakatierte heisst/heißt-Schwäche der FPÖ ereifern, oft zu der (Gott sei Dank immer noch recht kleinen) Bevölkerungsgruppe, die das neutrale “man” durch ein schlicht und ergreifend falsches (und jedem Sprachgefühl widersprechendes) “mensch” ersetzt?
Mobilkom!
“Telefonieren ohne lang nachzudenken” - ob das in Zeiten der akustischen Umweltverschmutzung wirklich der optimale Slogan ist? Ihr scheint da eher hinter der Entwicklung zurückgeblieben zu sein: Nachgedacht wird beim Telefonieren schon lange nicht mehr, egal ob danach der ganze Bus über die Verdauungsstörungen der Mitzi-Tante in ihren verschiedenen Ausprägungen Bescheid weiß…
“Wer One hat, hat’s gut…” und wer One nicht mehr haben will, der hat’s umso schwerer
Nach zwei Jahren als One-Kunden haben wir uns entschlossen, unsere mit 19€ pro Monat mittlerweile eindeutig zu teuren 4zu0-Verträge zu kündigen und zu günstigeren Anbietern zu wechseln. Erleichtert wurde diese Entscheidung durch das aufgrund einiger AGB-Änderungen notwendige Sonderkündigungsrecht, das ohne den üblichen Umweg über eine Kündigungsfrist die Vertragsauflösung zum Stichtag 26.8. erlaubt hat - ganz abgesehen von der generellen One-Unzufriedenheit wären die AGB-Änderungen schon Grund genug für eine Kündigung (viele lustige Gebühren für jede Kleinigkeit, acht statt vier Wochen Kündigungsfrist,…).
Am vorigen Dienstag habe ich also ein wie von mir gewohnt nett formuliertes Fax abgesendet, meine Nummer zu Drei portieren lassen und fühlte mich von da an schon als Ex-One-Kunde. Zumindest bis zum Freitag: Meine bessere Hälfte, deren Handyvertrag bislang ebenfalls auf mich angemeldet war, wollte ihre Nummer auch mitnehmen, und so spazierten wir zum One-Shop im Linzer Atrium, um die dafür notwendigen Papiere zu besorgen. Bei dieser “One-World” handelt es sich aber nicht um eine One-One-World, sondern um eine Franchise-One-World, die zwar mit Blondinen aufwartet, dafür ausser zum Handy anmelden zu nichts zu gebrauchen ist, da es sich ja nicht um ein von One betriebenes Geschäft handelt…
So blieb uns der originale One-Shop am Taubenmarkt nicht erspart, in dem wir aber ungewohnt schnell und anfangs sogar freundlich bedient wurden. Erst als ich mich erkundigte, ob meine Kündigung eigentlich angekommen ist, da bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Reaktion erfolgt war, wurde der Ton ruppiger: Wie ich denn auf die Idee komme per Fax zu kündigen, das wäre nur per Brief und am besten sowieso per Einschreiben möglich; auch mein Hinweis, dass Faxe bei allen anderen Betreibern problemlos akzeptiert würden, trug nicht unbedingt zur Erleuchtung meines Gegenübers bei. Zum Abschluß tauschten wir noch ein paar Nettigkeiten aus, ich erhielt den Tipp, doch die Hotline anzurufen, “die werden Ihnen aber auch nichts anderes sagen”, und nutzte die Gelegenheit, in kurzen Worten zu erläutern, dass auch der One-Service an sich nicht unbedingt zur Kundenbindung beiträgt.
Zuhause rief ich wie mir geheißen bei der Hotline an, verbrachte 8 Minuten in der Warteschlange und wurde mit einem Germanen verbunden, der nach kurzer Darlegung meines Anliegens mit dem freundlichen Satz “Sie haben ja vor 20min deswegen schonmal angerufen, haben Sie denn nichts anderes zu tun?” den Grundton für den weiteren Gesprächsverlauf vorgab. Auch nach Nennung der AGB-Absätze, die relativ unzweideutig festlegen, dass Kündigungen definitiv per Fax möglich sind, blieb mein Gesprächspartner unbeeindruckt: Eine Faxbestätigung sei ja kein Beleg für eine erfolgte Zustellung, außerdem könne ich mir sowas ja auch selbst ausdrucken, damit hätte eine Kündigung per Fax vor Gericht “niemals nicht” bestand. WTF? Wenn man bei One kündigen will bleibt einem laut Hotline also nur der Rechtsweg, weil sie ihre eigenen Geschäftsbedingungen nicht kennen - was soll denn das?
Nach ein paar weiteren Minuten wurde es mir irgendwann zu dumm, ich habe mir noch den Namen des netten Herren aufgeschrieben und den Freitag Abend dumpf grübelnd und innerlich köchelnd mit der gedanklichen Formulierung wüster, aber doch noch vertretbarer Beschimpfungen verbracht. Am Samstag dreh’ ich mein Handy auf - und siehe da, “Wir bestätigen Ihre Kündigung zum 26.8. und würden uns freuen, Sie in Zukunft wieder als One-Kunde begrüßen zu dürfen”. Nur ob ich mich von One wieder begrüßen lassen möchte, das muss ich mir noch gut überlegen…
Mein Mac mag mich immer weniger
Noch nichtmal ein Jahr ist es her, dass mich mein heimtückisches MacBook meiner Mails beraubt hat. In letzter Zeit ist es leider zur Gewohnheit geworden, beim Aufwachen aus dem Ruhezustand das Mac-Äquivalent zum Bluescreen zu zeigen und mehrsprachig um einen Reset zu betteln.
Gestern Abend war es natürlich wieder so weit, mit einem Unterschied: Mail-Konfiguration weg (Mails noch da, weil ich nur mehr IMAP-Server verwende - you don’t fool me twice!), Dock auf die Standard-Konfiguration zurückgesetzt, Desktop leer. So komplett abgestürzt ist mir noch kein Windows in den letzten 14 Jahren…
Warum dieser USA-Urlaub wohl der letzte war
http://euobserver.com/9/26555:
The procedure will become mandatory only on 12 January 2009, with all passengers from visa vaiwer programme countries - including children - required to receive an authorisation to travel before they board a US-bound airplane or vessel.
Mich wundert ja wirklich, dass es da drüben keine Tourismus-Lobby gibt, die gegen solche Lustigkeit Stimmung macht. Wenn ich für ein Land ein Visum brauche sehe ich das ja ein, aber die vor nicht allzu langer Zeit bejubelte Abschaffung der Visa-Pflicht jetzt zumindest teilweise wieder rückgängig zu machen empfinde ich als reine Abschreckungsmaßnahme. Generell schätze ich den Nutzwert der ganzen Prozedur eher gering ein: Ob ich die Fragen nach meinem Geisteszustand und der Absicht, während meines Aufenthalts kriminellen Handlungen nachzugehen, am Papier oder im Web routinemäßig verneine macht wohl bestenfalls die Auswertung einfacher…
Wenn “bizarr” nur mehr ein Hilfsausdruck ist…
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,567823,00.html:
Sie hieß “Talula does the Hula From Hawaii”, ein Vorname, der ihr furchbar peinlich war. Eine Neunjährige aus Neuseeland zog vor Gericht, um eine Namensänderung zu erwirken. Den Eltern wurde schließlich sogar das Sorgerecht entzogen.
Aber auch unsere deutschen Nachbarn selbst sind vor derlei Auswüchsen nicht gefeit, wie man einer angeblich von der Gesellschaft für deutschen Sprache stammenden Liste entnehmen kann (die ohne wirklichen Quellennachweis im Internetz kursiert und daher wohl mit Vorsicht zu genießen ist - zumindest die Richtung stimmt aber):
ZUGELASSEN wurden: Pepsi-Carola, Pumuckl, Rapunzel, Rasputin, Timpe, Windsbraut, Winnetou, Blücherine, Gneisenauette, Katzbachine, Napoleon, Waterloo.
NICHT zugelassen wurden: Agfa, Atomfried, Bierstübl, Grammophon, Lenin, McDonald, Ogino, Omo, Pillula, Schnucki, Schroeder, Sputnik, Störenfried.
Ich persönlich find ja vor allem “Störenfried” super…
Welches ist die kleinste Brauerei Österreichs? Das Nationalteam, die haben 11 Flaschen.
Klopapier im Vorfeld oder gar während laufender Fußball-Großereignisse zu kaufen hat den Vorteil, dass Großpackungen meistens im Angebot sind, und in Zeiten wie diesen… Nachteilig wirken sich aber diverse Sonderaktionen aus, die die Verwendung von Toilettenpapier anscheinend für Fußballfans attraktiver gestalten sollen, z.B. aufgedruckte “Witze”.
Leider sind die meisten dieser Ergüsse schon vor über 15 Jahren in “Micky Maus” und ähnlichen Lehrwerken erschienen (und waren sicherlich zu diesem Zeitpunkt auch schon veraltet), sind seit damals nicht unbedingt besser geworden und bieten daher nur eingeschränkten Unterhaltungswert.
So sehe ich mich als Kämpfer gegen die Volksverdummung: Die im wahrsten Wortsinn beschissenen Witzchen landen über kurz oder lang alle im Orkus. 10 Rollen to go…