Archive for April, 2007
Autofahrerfreuden
Gestern hatte ich in Linz das zweifelhafte Vergnügen, neben einem Mitbürger aus dem erweiterten Ostbayern (auch als Innviertel bekannt) zu parken. Streng genommen hat der Braunauer einfach den Parkplatz neben mir okkupiert, wie das Braunauer halt gerne so machen. Der etwas eigenwillige Parkstil (sehr eng an meinem Auto, und noch dazu verdächtig schräg) gab mir zwar zu denken, aber leider habe ich nicht weit genug gedacht.
Blöderweise hat bei diesem Blitzkrieg nämlich wieder einmal die nötige Sorgfalt im Umgang mit unbeteiligten Nonkombattanten gefehlt: Meine Beifahrertüre ziert seitdem eine ca. 10cm lange Delle, die noch dazu mit einem schönen grauen Kratzer verziert ist. Leider habe ich das Malheur zu spät gemerkt, beim sofort begonnenen Vergeltungsschlag (Kennzeichen aufschreiben) hatten die feindlichen Truppen das Schlachtfeld bereits wieder geräumt. Hmpf.
Naja, wenigstens hat er nicht die Schokoladenseite erwischt. Trotzdem: Wenn ihr einen grauen Citroen mit BR-4xxx am Kennzeichen seht, ergreift euch angemessen erscheinende Maßnahmen!
Pimp My Rostschüssel
Auch wenn der Zahn der Zeit langsam aber sicher meinen 626 devastiert, manche Verbesserungen müssen trotzdem sein. Vor zwei Jahren oder so war diese Verbesserung ein Autoradio, das auch MP3-CDs abspielen kann. Yeah!
Damals hatte ich auch noch einen Discman (ok, eigentlich kein Discman, sondern ein iMP-400), der mit sowas umgehen konnte - somit hab ich sowieso CDs gebrannt. Mittlerweile bin ich iPod-Besitzer, der Discman liegt mit kaputten Akkus irgendwo heru, und eigentlich habe ich wenig Freude damit, extra fürs Auto immer wieder mal CDs zu brennen. Dazu kommt noch der CD-induzierte Saustall im Auto, der eigentlich auch immer beträchtlich war, und der erhöhte Blutdruck, weil die Dinger ja immer genau an die entlegenste und unzugänglichste Ecke unter dem Sitz hinfallen müssen, und ich einfach ein Schlangenmensch bin.
Somit war’s fix, der iPod muss ans Radio andocken. Kurzzeitig hab ich’s mit einem FM-Transmitter probiert, der aber erstens durch eine mehr als magere Tonqualität enttäuschte, zweitens der iPod mit einer solchen Lösung erst recht wieder irgendwo durchs Auto fliegt (und sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an noch viel entlegeneren Gegenden unter dem Sitz versteckt), und drittens der Akku sowieso immer zur falschen Zeit leer ist.
Damit blieb nur eine Möglichkeit: Drive+Play:
![]() |
| Drive+Play |
Und der Wolfgang ist glücklich. Der Einbau war kein Problem, der meiste Aufwand entstand beim Zurechtschneiden und -biegen der Blechteile. Die Verkabelung an sich ist dann kein Problem, sofern man das Handschuhfach ausbaut und so auch seitlich hinter die Mittelkonsole greifen kann - sonst wirds eng.
Genaueres über die Funktionalität folgt dann in ein paar Tagen, wenn ich genügend zum Schimpfen gefunden habe ;)
Ausflug
Vorige Woche erhielt ich völlig unverhofft Gelegenheit zu einer nächtlichen Ausflugsfahrt an den Pichlinger See - nichts, was besondere Erkenntnisse hinsichtlich der landschaftlichen Reize oder anderer Merkmale verspricht.
Nach einem Besuch bei Freunden in Linz brach ich gegen 22.00 Uhr Richtung Enns auf und wollte, kilometersparend und umweltschonend denkend, über die B1 fahren. Leider kam ich nur bis zur Abzweigung zum Pichlinger See: Dort versperrten zwei Polizeiautos den Weg, und ich wurde auf die Straße Richtung See gewunken. Anzumerken ist an dieser Stelle, dass ich zu der Zeit einerseits das einzige Auto dort war (= niemand da, dem man nachfahren könnte), und andererseits jede Ortskenntnis vermissen lasse.
So folgte ich widerstrebend den Anweisungen und fuhr ich halt mal nach Gutdünken weiter. Wider Erwarten wurde ich aber nicht zum Verdursten in die Wüste geschickt, sondern erreichte nach ein paar Minuten sogar einen weiteren Polizisten - leider ein wenig gesprächiger Gesell, der mich mit der spärlichen Anweisung “Fahrens immer grad weiter, dann kommens eh irgendwann wieder auf die B1″ wieder auf den Weg schickte. Hmpf. Lasset alle Hoffnung fahren, auf hoher See und im Kontakt mit der Obrigkeit ist man in Gottes Hand.
Die Hoffnung kehrte erst beim Gedanken an meinen PDA samt TomTom wieder. Doch, wie das nunmal mit Navigationshilfen so ist, der Lump verweigerte die Mitarbeit und meinte, ich solle mich doch mal auf eine Straße bewegen, damit er mich weiterrouten kann. Nicht sehr hilfreich! Lasset alle Hoffnung fahren, auf hoher See und im Kontakt mit der Obrigkeit oder mit widerspenstiger Technik ist man in Gottes Hand.
Nach einer guten Viertelstunde ziellosen Umherirrens (”geradeaus” ist sehr relativ!) entschloss ich mich zu wenden und wieder zurück zum Polizisten zu fahren, um dort eine etwas detailliertere Wegbeschreibung zu erfragen. Doch dieser peinliche Moment blieb mir erspart: Gott sei Dank fuhr dort gleichzeitig mit mir ein Auto mit LL-Kennzeichen vorbei, dem ich rasch und unauffällig folgen konnte. Misstrauisch wurde ich erst, als mein Vordermann in Asten in seine Garage einbog - doch dort hat sogar der Hr. TomTom wieder gewusst, wo ich bin, und mich zurück auf die Straße gelotst. Auf das Navi lass ich einen fahren, das Navigieren nehm’ ich lieber wieder selber in die Hand…
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100
100 Posts, unglaublich!
Bastelstunde
So sieht ein Riesenpuzzle mit laut Lieferschein 538,4kg Bruttogewicht aus:
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| Basteln für Männer |
They didn’t study
Weils mir gar so gut gefallen hat spiel ich heut mal Echo Chamber: They didn’t study

Nachtrag: Drei hab ich auf der Platte noch gefunden, die gehören fast auch dazu…
Rot
Notiz an mich: Nach dem Bohren und Stemmen von Löchern für Steckdosen samt Schlitzen für die Zuleitung macht Nasenbohren samt Schneuzen viel mehr Spaß, weil der Ziegelstaub für eine sehr gesunde (Rot-) Färbung sorgt.
Österreich ist keine Zeitung
Weil ich die Seite bisher noch nicht gekannt habe: Bei “Österreich ist unser Land und keine Zeitung” kann man für die Umbenennung von “Österreich” abstimmen.
Wie wichtig ist Ihnen ÖSTERREICH - UNSER LAND? Gott schütze Österreich! Dr. Kurt Schuschnigg (am 11. 3. 1938) Glaubt an dieses Österreich! Dipl.-Ing. Leopold Figl (am 24. 12. 1945) Österreich ist frei! Dipl.-Ing. Leopold Figl (am 15. 5. 1955) und jetzt: ein Zeitungsname? DAS KANN UND DARF NICHT SEIN (kopiert aus dem Header der täglichen zitate.at-Mail)
So unterstützenswert das Ganze auch ist - aber mit Kurt Schuschnigg werben…
Rauschverstand
Der mittlerweile immer häufiger im Fernsehen anzutreffende Hausverstand wurde ja bereits verschiedentlich behandelt (z.B. bei Werbewahn oder auch hier).
Nach dem anfänglichen, scheinheiligen Herumgetue wie mit dem etwas untersetzten Herrn, dem der Hausverstand beim Naschen im Auto ein schlechtes Gewissen einredet, oder auch der “an apple a day”-Tante in der Seilbahn, zeigt der Hausverstand nun endlich sein wahres Gesicht: In der aktuellen Werbung wird nicht etwa für Bio-Lebensmittel oder gesunde Ernährung geworben, sondern mit Artikeln, die dem Verstand von Herr und Frau Österreicher wohl eher behagen, nämlich Eis und Ottakringer (natürlich gleich in der 24er-Familienpackung). Wird der Hausverstand jetzt zum Rauschverstand?




