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Kanada / Ottawa - Reisebericht Tag 11

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Ottawa am Sonntag Vormittag ist ungefähr so belebt wie Linz - nämlich ziemlich genau gar nicht. Unsere Suche nach Frühstück endete daher erst nach langer Suche bei Kaffee und Donuts, aber das ist ja auch was feines.

Danach begannen wir unseren Rundgang durch die Stadt und holten uns zuerst beim Parlament Karten für eine Führung. Um die Wartezeit zu überbrücken spazierten wir zum Byward Market, einem riesigen Markt, der auch am Sonntag durchaus belebt war.

Nach ein wenig Herumflanieren entlang des Ottawa River ging’s dann wieder zum Parlament, wo die Führung mit einer Sicherheitskontrolle begann. Diese war vergleichbar wie jene beim Flughafen, sehr streng und genau; wir kamen jedoch ohne Probleme durch. Die Führung selbst war sehr interessant - wir besichtigten den Sitzungssaal vom House of Common und jenen vom Senat, die Bibliothek, den “Saal der Frankophonie” und so weiter. Danach ging’s noch auf den “Peace Tower”, das kanadische Gegenstück zu Big Ben: Ein Uhrturm, der zum Parlament gehört und sogar das Geläut von seinem Londoner Vorbild übernommen hat.

(Barbara) Anschließend trennten sich unsere Wege. Während Wolfgang sich zum War Museum begab schaute ich mir die Stadt ein wenig näher an. Flanierte den Rideau Canal hinunter, beäugte 2 Männer von der Garde, wunderte mich über die Einwohner in der Stadt: viele Punks und Sandler, z.B. sah ich einen Sandler, der nur mit Unterhose bekleidet war und von Polizisten vertrieben wurde. Natürlich musste ich auch ein Shopping-Center von innen ansehen: Jedoch stellte sich abermals heraus, dass die Mode hier nichts für mich ist. So verliess ich das Shopping-Center ohne “bag”. Weiter ging es quer durch die Stadt zurück zum Byward Market (Ausschau gehalten nach ein paar Souvenirs) und langsam zurück ins Hotel.

(Wolfgang) Das “Canadian War Museum” behandelt jene Kriege, an denen Kanada auf die eine oder andere Weise beteiligt war. Vor allem als Teil des britischen Empire haben sie keine Gelegenheit ausgelassen/auslassen können, sich irgendwo in die Schlacht zu werfen, z.B. im Burenkrieg oder im ersten Weltkrieg. Am zweiten Weltkrieg nahmen sie dann schon aus eigenem Antrieb teil und behandelten diese Etappe auch ausführlich, mit Ausstellungsstücken wie einer gepanzerten Limousine von Adolf Hitler oder einer Enigma. Auch der kalte Krieg ist natürlich ein Thema, da der kanadische Norden als potentielle Einflugschneise russischer Bomber über den Pol schwer bewacht wurde - und heute, nachdem die Radarstation dort oben aufgelassen sind, noch unter der Umweltverschmutzung aus den 60ern und 70ern leidet. Alles in allem ein hochinteressantes Museum, wenn man damit leben kann, dass alles auf Englisch und Französisch beschriftet ist und auch alle Videos mit französischem Ton (oder Untertiteln, die dann nicht das Ohr, sondern halt das Auge beleidigen) daherkommen.

Am Abend sahen wir uns noch die “Light & Sound Show” vor dem Parlament an. Dabei wurden Bilder und Filme auf die Fassade des Parlaments projiziert und von Musik und Text untermalt. Hauptsächlich ging es darum, wie toll Kanada nicht ist und welche Errungenschaften nicht auf das Konto von Kanadiern oder gar von Kanada selbst gehen.

Written by gotti

July 15th, 2007 at 5:05 am

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