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Kanada / Niagara Falls - Reisebericht Tag 15

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Dank unserer auf 07:30 vorverlegten Tagwache schafften wir es, um 8:00 unterwegs zur Anlegestelle der “Maid of the Mist” zu sein: Im Wesentlichen geht’s dabei darum, bis auf die Knochen naß zu werden, indem man von einem kleinen Schifflein in die Gischt der beiden Fälle transportiert wird. Wir schafften es auf das erste Boot, das Gott sei Dank relativ leer war - so konnten wir in Ruhe die zweite Dusche des Tages absolvieren.

Ausgestattet wird man dabei mit stylischen blauen Plastik-Regenmänteln:

Da wir ohnehin schon naß waren beschlossen wir, die Chance auf eine zünftige Lungenentzündung zu vergrößern, und wanderten gleich weiter zur “Journey behind the Falls”. Dort kann man mit einem Lift bis fast zum Niagara River runter fahren und am Fuß des Horseshoe Fall stehend die Wassermaßen aus der Nähe begutachten. Wichtiger Unterschied: Das Waser ist saukalt und man bekommt gelbe Mäntel anstelle der blauen:

“Behind the falls” kommt man auch und kann von zwei Portalen aus die Rückseite des Wasserfalls besichtigen - ziemlich weiß und nicht so aufregend.

Die Regenmäntel sind wahrlich eher zur Zierde da, daher hielten wir eine heiße Dusche zum Aufwärmen für angebracht. Damit hatten wir alles gesehen, was in Niagara Falls von Interesse schien - daher brachen wir in Richtung Niagara-on-the-Lake auf. Am Weg dorthin machten wir noch bei den “Whirlpool Rapids” halt, ein paar sehr wilden Stromschnellen, die für ganz beachtliches Getöse sorgen.

Niagara-on-the-Lake ist ein sehr nettes Städtchen, aber eher als Tourismusort für Reichere konzipiert. Wir spazierten eine Stunde lang herum, warfen einen Blick auf den Lake Ontario und die Mündung des Niagara River, und die gnä Frau bekam endlich ihre heiß ersehnten Crocs.

Am Rückweg nach Niagara Falls brach die Apokalypse über uns herein: Wenn man trotz Scheibenwischer auf der zweiten Stufe vor lauter Wasser auf der Scheibe nichts sieht ist es eine gute Gelegenheit, mal eine kurze Pause neben der Straße einzulegen und das Schlimmste abzuwarten. Die etwas abschüssigen Straßen hatten sich in Sturzbäche verwandelt und sorgten für stellenweise ganz ordentliche Wassermassen auf den Straßen. Als der SUV vor mir bis zur Oberkante der Reifen im Wasser verschwand entschied ich mich, einen kleinen Umweg über eine der Seitenstraßen zu wagen - so kamen wir noch ein wenig in Niagara Falls herum, fanden aber doch wieder in das Hotel zurück.

Wir bummelten noch ein wenig durch die unzähligen Gift Shops und sahen uns dann nochmals die beleuchteten Fälle an:

Den restlichen Abend verbrachten wir damit, unsere Koffer zu packen und uns über die angehäuften Massen an Prospekten, Karten und ähnlichem Krimskrams zu wundern…

Written by gotti

July 19th, 2007 at 3:10 pm

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