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sinnvolles & sinnloses

Ostern in der Kälte

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Da der letzte Urlaub schon wieder eine halbe Ewigkeit her war und sich Ostern für solche Vorhaben direkt anbietet, sind wir übers Wochenende (bzw. ein wenig länger) mal schnell auf die Insel geflogen. Leider aber temperaturmässig auf die falsche, nämlich auf die mit London drauf…

Die Verbindung zwischen den beiden Metropolen London und Linz ist leider relativ dünn besetzt, und so bleiben entweder coole Verbindungen mit drei Stunden Aufenthalt in Frankfurt oder Ryanair übrig - die sich aber nicht als so schlimm wie befürchtet erwiesen hat: Mit 150€ für zwei Personen war es zwar kein wirkliches Sonderangebot, aber das ist halt das Problem, wenn man kurzfristig weg will und bei den üblichen Lastminute-Verdächtigen nichts brauchbares findet. Sowohl Hin- als auch Rückflug waren unproblematisch, dafür hat uns die Londoner U-Bahn nach Strich und Faden verarscht, da entweder geplante Upgrades oder “emergency engineering work” immer genau die Linien blockierten, die die kürzeste Verbindung zwischen Hotel und Bahnhof für den Stansted Express dargestellt hätten.

huemmi

Ansonsten

  • spaßhalber beim Buckingham Palace in die Touristenmassen dazugestellt und so bei der Wachablöse zugeschaut (war’s nicht wert)
  • festgestellt, dass die englische Affektion für Überwachungskameras nur durch den Einsatzsatz von Warnpiepsern bei jeder Art von Türe übertroffen wird
  • von der englischen Küche möglichst weit fern gehalten und auf Sandwiches und sonstige kalkulierbaren Risiken eingelassen. Ausnahme: “full english breakfast” mit Würstl und Bohnen, Fazit: “tu’s nicht”. Gewundert warum der Angelsachse offensichtlich beim Essen gerne im (am liebsten kaum beleuchteten) Keller sitzt, Angst vor dem nächsten Blitzkrieg?
  • festgestellt dass, wenn New York die höchste Dichte an uniformierten Personen jeder Coleur aufweist, London dafür die meisten Polizisten mit Sturmgewehr spazieren schickt, die einem mit selbigen dann in der Warteschlange beim Kaffee kaufen doch ungut auffallen
  • gefreut, dass es im City Inn nicht nur gratis Tee gibt, sondern auch ein Guzi dazu (welches so bröselt, dass man gleich noch einen Tee nachtrinken muss)
  • im Hotel ein offensichtlich auf Rollstuhlfahrer ausgelegtes Zimmer bekommen: zwei Spione im Zimmer (ein normaler und einer in ~1m Höhe), riesiges Bad auf Kosten des restlichen Zimmers, barrierefreie Dusche, überall Klingeln zum Schwester rufen.
  • mit freundlichen (!) Schaltermenschen in der U-Bahn zu tun gehabt, weil uns für eine Fahrt, die 2 Pfund kosten sollte, stolze 6 berechnet wurden
  • gewundert, warum anglikanische Messen eher an Aerobic-Veranstaltung als an Kirche erinnern (auf, nieder, auf, nieder). Aber was tut man nicht, um sich 10 Pfund Eintritt zu ersparen ;)
  • in Greenwich am Nullmeridian herumspaziert und dabei heftig gegen fernöstliche Touristenscharen ankämpfen müssen
  • “Phantom of the Opera” angesehen, damit ich zukünftige “Gehen wir mal in ein Musical?”-Ambitionen mit einem gekonnten “War ma ja eh grad erst” kontern kann

Written by gotti

March 28th, 2008 at 9:19 am

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2 Responses to 'Ostern in der Kälte'

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  1. mind the gap!

    naja, 150 Euros sind nicht schlimm. vielleicht verglichen mit dem billigsten was ryanair zu bieten hat, 50 Euros fuer hin und zurueck pro person. aber da wuerdest auch auf ingesamt 100 euros kommen. das und diese preise gefallen is klar, aber es is eben aus diversen gruenden viel zu billig. ab jetzt bist du mir in einer hinsicht auf jeden fall einen schritt voraus, und diesen fuer immer: musicals. -_-

    jvs

    28 Mar 08 at 9:49 am

  2. gaps minde ich immer! 53 fatalities last year! was verglichen mit 1024 auf den escalators gar nicht so schlimm ist, eigentlich.

    ob man eine firma wie die ryanair wirklich fördern soll (indem man ihre services nutzt) ist sicher diskutabel, sie sind ja weder muster-arbeitgeber noch muster-fluglinie. ich wollt ja eh mit dem zug fahren, bin aber überstimmt worden (demokratisch gesehen zwar nicht, aber de fakto…) :D

    gotti

    28 Mar 08 at 9:52 am

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