the g.

sinnvolles & sinnloses

Archive for May, 2008

Ehrfurcht

with one comment

Als Jung-Akademiker fällt einem immer wieder auf, mit welcher Hingabe und Inbrunst manche Berufsgruppen Titel zelebrieren - prädestiniert dafür scheinen Sprechstundenhilfen jeder Art zu sein. Ich vermute ja, die Damen haben einmal den falschen Kommerzialrat, Doktor o.ä. ohne den gebührenden Respekt als einfachen “Herrn Huber” aufgerufen und sind seitdem bemüht, diesen Fehler keinesfalls zu wiederholen.

Zumindest unter Arbeitskollegen ist es meiner Erfahrung nach aber dennoch üblich, solche Titel wegzulassen. Offensichtlich aber nicht immer: Am Samstag habe ich in einer kleinen Buchhandlung in Linz einen Reiseführer bestellt, möchte diesen aber zumindest kurz durchblättern, bevor er wirklich gekauft wird. Die Verkäuferin konsultierte daraufhin die Chefin, die zwei Meter daneben stand: “Frau Magister, darf ich das zur Ansicht bestellen?”, und erhielt ein salbungsvolles Nicken als Antwort. Ich bin gespannt, ob ich mir in dem Alter auch noch was drauf einbilde, bei jeder Gelegenheit mein abgeschlossenes Studium um die Nase geschmiert zu kriegen…

Written by gotti

May 26th, 2008 at 11:32 am

Posted in Uncategorized

Tagged with , ,

Kurz schockiert

without comments

Wenn man im Posteingang eine Mail von “Rechtsanwälte Dr. xxx, Dr. yyy” mit dem aussagekräftigen Betreff “2008052132308989872345.pdf” findet, dann fängt man unwillkürlich doch an, einmal das Gewissen zu erforschen.

Umso besser ist es, noch während des Erforschungsprozesses festzustellen, dass wieder einmal eine Mail den Weg an meine viel zu leicht verwechselbare Email-Adresse gefunden hat. Puh!

Written by gotti

May 22nd, 2008 at 1:09 am

Posted in Uncategorized

Tagged with

Kommandoton

without comments

Ich bin ja kein sonderlich wehleidiges Menschlein und fühle mich bis auf einige kultivierte Probleme eigentlich recht wohl, vermutlich kommt es also daher, dass mein letztes Röntgen doch schon wieder einige Zeit her war (im evangelischen Krankenhaus in Wien, wenn ich mich recht entsinne). Schon dort ist mir aber aufgefallen, dass die durchschnittliche Röntgen-Bedienerin (RadiologietechnologIn heisst das wohl neuerdings) einen Befehlston pflegt, der nicht unbedingt zu Widerspruch ermutigt - ein Vorurteil, das ich heute in Linz wieder einmal bestätigt bekam.

Gefordert war ein seitliches Foto meines Charakterkopfes: “Mit dem Gesicht an die Wand, Kopf zur Seite, Zähne zusammenbeissen”, und schon begab sich die Frau Radiologietechnologin in Deckung hinter ihre Glaswand. Die weitere Korrektur erfolgte dann über Lautsprecher aus sicherer Entfernung: “Kopf einen Millimeter nach links drehen!” “Zu weit, viel zu weit, drei Millimeter zurück” “So wird des nix, viel zu weit”. Mein Versuch, einen Einwand vorzubringen, wurde gleich mit einem freundlichen “Nicht sprechen!” gekontert, also versuchte ich weiterhin mein Bestes, meinen Kopf millimeterweise auszurichten. Irgendwann wurde es doch recht, und ich durfte die Stätte wieder verlassen (wenigstens musste ich mich nicht ausziehen wie seinerzeit in Wien). Wirklich bewundernswert, wie effizient man die Kommunikation gestalten kann, aber vielleicht wär die Dame als Domina besser aufgehoben…

Written by gotti

May 20th, 2008 at 1:37 pm

Posted in Uncategorized

Tagged with ,

Typical Developer Thinking

without comments

Join fetching multiple collection roles also sometimes gives unexpected results for bag mappings, so be careful about how you formulate your queries in this case.

TODO: The last statement is useless and typical developer thinking, please elaborate. The word “sometimes” should never appear in any technical documentation.

http://docs.jboss.org/ejb3/app-server/HibernateEntityManager/reference/en/html_single/index.html#queryhql

Sowas liest man doch immer wieder gerne in der Doku von (eigentlich relativ ausgereiften) Open Source-Projekten…

Written by gotti

May 2nd, 2008 at 9:54 pm

Posted in Uncategorized

Tagged with

Close
E-mail It