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sinnvolles & sinnloses

Kommandoton

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Ich bin ja kein sonderlich wehleidiges Menschlein und fühle mich bis auf einige kultivierte Probleme eigentlich recht wohl, vermutlich kommt es also daher, dass mein letztes Röntgen doch schon wieder einige Zeit her war (im evangelischen Krankenhaus in Wien, wenn ich mich recht entsinne). Schon dort ist mir aber aufgefallen, dass die durchschnittliche Röntgen-Bedienerin (RadiologietechnologIn heisst das wohl neuerdings) einen Befehlston pflegt, der nicht unbedingt zu Widerspruch ermutigt - ein Vorurteil, das ich heute in Linz wieder einmal bestätigt bekam.

Gefordert war ein seitliches Foto meines Charakterkopfes: “Mit dem Gesicht an die Wand, Kopf zur Seite, Zähne zusammenbeissen”, und schon begab sich die Frau Radiologietechnologin in Deckung hinter ihre Glaswand. Die weitere Korrektur erfolgte dann über Lautsprecher aus sicherer Entfernung: “Kopf einen Millimeter nach links drehen!” “Zu weit, viel zu weit, drei Millimeter zurück” “So wird des nix, viel zu weit”. Mein Versuch, einen Einwand vorzubringen, wurde gleich mit einem freundlichen “Nicht sprechen!” gekontert, also versuchte ich weiterhin mein Bestes, meinen Kopf millimeterweise auszurichten. Irgendwann wurde es doch recht, und ich durfte die Stätte wieder verlassen (wenigstens musste ich mich nicht ausziehen wie seinerzeit in Wien). Wirklich bewundernswert, wie effizient man die Kommunikation gestalten kann, aber vielleicht wär die Dame als Domina besser aufgehoben…

Written by gotti

May 20th, 2008 at 1:37 pm

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One Response to 'Kommandoton'

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  1. Ich denke schon das Sie bei einer Domina gut aufgehoben wären würde. Ich selbst würde mich dabei gern um Sie kümmern :D

    Domina

    25 Sep 08 at 9:33 am

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