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sinnvolles & sinnloses

Spaß mit Schuhen (und deren Fehlen)

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Als Besitzer zweier Kater wird man zum Kunden zumeist seltsam riechender Geschäfte, die oft auf blumige Namen wie “Fressnapf” hören (und auch so riechen wie sie heißen). Für den modernen Menschen gibt es natürlich auch Internet-Shops, die die Versorgung mit Katzenfutter und sonstigem Zubehör sichern; für den überraschend eintretenden Katzenstreu-Bedarf sind diese aber leider ungeeignet, und so ist man erst recht wieder auf den “Fach”-Handel vor Ort angewiesen.

Schon im Oktober des Vorjahres habe ich es geschafft, einem meiner Schuhe in einer Fressnapf-Filiale ein nur wenig schmückendes Loch zu verpassen: Ein Podest, auf dem Aktionsartikel angepriesen wurden, war in Bodennähe rundum mit Metalleisten versehen, die das Holz gegen anprallende Einkaufswägen udgl. schützen sollten. Leider waren die Leisten am Eck hochgebogen und hatten so ihre ursprünglichen Schutzwirkung eingebüßt, sie waren im Gegenteil eher scharfkantig und überaus spitz - eine Eigenschaft, die mit Textilien ganz und gar nicht harmoniert, wie mein Schuh bestätigt.

Eigentlich wollte ich nicht einsehen, warum ich mir im wahrsten Wortsinn im Vorbeigehen meine Schuhe ruinieren lassen soll, und beschwerte mich bei der Filialleiterin. Die Dame war voller Verständnis für mein Anliegen und gab auch unumwunden zu, dass die Metalleisten ein Schwachpunkt der Konstruktion und schon öfters Anlaß für Beschwerden und Schäden gewesen wären. Wir vereinbarten, dass ich meine Schuhe samt Rechnung vorbeibringe, um die Sache an die Versicherung übergeben zu können. Nach knappen zwei Monaten (Mitte Dezember) habe ich dann auch einmal daran gedacht, Schuhe UND Rechnung gleichzeitig zum Katzenstreu-Kauf mitzubringen (eine Herausforderung sondergleichen), die Frau Filialleiterin erinnerte sich sogar noch daran und sagte zu, die Beweisgegenstände weiterzuleiten, “die Zentrale wartet eh schon drauf”. Es macht übrigens Spaß, nach dem Bezahlen die Kassadame zu fragen, ob denn die Filialleitung anwesend sei - “Ja, warum denn?” “Es geht um eine Beschwerde, da müssen wir was regeln” (Kassierin bekommt eine ungesunde Gesichtsfarbe) “Geht’s eh ned um mich?”.

Jedenfalls hatte ich seit Dezember in der Causa nichts mehr gehört. Im Februar - meine zwei Monate Bearbeitungszeit bin ich der Gegenseite natürlich auch willig - habe ich einmal nachgefragt, wurde aber an die Zentrale verwiesen, da derlei Belange von eminenter Wichtigkeit an höherer Stelle behandelt werden. Dort war an diesem Tag niemand mehr zu erreichen, damit wurde der betreffende Notizzettel Teil der Schreibtisch-Wanderdünen und verschwand in den Sedimenten.

Jobwechsel-bedingt blieb es mir Ende April nicht erspart, diese Zettel-Ansammlung(en) zu entsorgen, und dabei fiel mir auch dieses kleine Zettelchen wieder in die Hände. Weder von Fressnapf noch von irgendeiner Versicherung hatte ich bis dahin etwas gehört, und natürlich versuchte ich sofort mein Glück - um von einer netten Telefondame auf einen Rückruf vertröstet zu werden, die Dame sei zu Tisch, sie melde sich später oder sonst morgen. Morgen kam und ging, übermorgen ebenso, überübermorgen rief ich nochmal an: Natürlich habe sich die Kollegin nicht gemeldet, die wäre ja auch in Urlaub, da ruft sie nicht zurück, haha, sie meldet sich dann danach…

Und weil eh keiner so weit gelesen hat fällt es nicht auf, wenn der Rest erst morgen kommt :p

Written by gotti

June 8th, 2008 at 11:14 pm

One Response to 'Spaß mit Schuhen (und deren Fehlen)'

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  1. Köstlich! Bin schon gespannt, wie es weitergeht.

    saxx

    9 Jun 08 at 5:55 am

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