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sinnvolles & sinnloses

USA 2008 - Tag 6, Plymouth

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Nach dem Frühstück stand heute als erste Aktion ein konspiratives Treffen zur Repatriierung meines Geldtaschls am Plan. Der Manager hatte mir gestern zugesagt, mich anzurufen nachdem er aufgestanden war - was natürlich nicht passiert ist. Um 10 bin ich dann doch ungeduldig geworden und wollte den guten Mann einmal anrufen, habe aber leider nur die Sprachbox erreicht (”We are locating the Nextel customer you are trying to reach” - ein einfaches Klingeln ist wohl zu profan). Er hat aber sofort zurückgerufen, sodass wir unser Treffen bei einer Tankstelle ungefähr auf halbem Weg zwischen Plymouth und Boston arrangieren konnten.

Wir waren überpünktlich dort, meine Geldbörse samt Chauffeur hat sich verspätet - vielleicht liegt meine notorische Unpünktlichkeit also gar nicht an mir…? Jedenfalls bin ich mehr als nur glücklich, meine ganzen Karten usw. relativ schnell wiederzuhaben; ohne den aufmerksamen Deutschen hätte ich wohl länger warten können.

Den Nachmittag verbrachten wir auf der “Plimouth Plantation”, einem Freilichtmusueum, in dem das Leben von Indianern und Einwanderen gezeigt wird. Das Lustige daran ist, dass sowohl Siedler als auch Indianer in den jeweiligen traditionellen Gewändern herumlaufen; während die Indianer (sogar richtige Native Americans) aber “normal” sprechen und eher als Führer agieren, sind die Siedler als Rollenspieler unterwegs und sprechen nicht nur wie im 17. Jahrhundert, sondern spielen so richtig 1620, angefangen vom zeitgenössischen Essen bis hin zum tagesaktuellen Geschehen. Da die Rollenspieler als Erklärbären agieren gibt es keine Schautafeln oder sonstige Erklärungen; das ist vor allem dann lästig, wenn die Fragesteller, die vor einem drankommen, richtig tiefschürfende Themen à la “Were you married when you came over? What was your maiden name?” usw. behandeln. In Summe war die Plantation nicht uninteressant, aber eben doch ein wenig in Richtung Disneyland tendierend…

Danach fuhren wir weiter zur “Mayflower II”, der Rekonstruktion jenes Schiffes, mit dem die Pilgrims seinerzeit über den Atlantik geschippert sind. Nach einem Spaziergang durch die Downtown von Plymouth machten wir uns dann auf den Weg zur Independence Mall, um ein paar Einkäufe zu erledigen und Verkäuferinnen bei Macy’s zu verwirren: Die konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, wie man sich über die Benzinpreise in den USA freuen kann (umgerechnet ca 0,77€/l für Normalbenzin)…

Zum Abendessen genehmigten wir uns heute Pizza (”extra cheese” == extra viel Fett, dass rundum runtertropft) und verstanden nachher, warum der örtliche Bestatter auf den Unterlegern für die Restaurant-Tabletts wirbt. Nach einem kurzen Spaziergang hatte aber ein Eis auch noch locker Platz ;)

Written by gotti

June 20th, 2008 at 4:39 am

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2 Responses to 'USA 2008 - Tag 6, Plymouth'

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  1. und hast den gewohnten pizza-käse-effekt gehabt oder hilft die extraportion fett…ähm… cheese?

    Drey

    20 Jun 08 at 1:35 pm

  2. nein, die üblichen nebenerscheinungen haben diesmal auf sich warten lassen - hat mich auch überrascht :D

    gotti

    20 Jun 08 at 2:12 pm

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