Archive for the ‘1’ Category
Trailer “No Country For Old Men”
Rechtschreibprüfung
Bildungsfernsehen, heute: Synonyme für Anfänger
“Es ist alles im Arsch”: “eine vorübergehende In-Mitleidenschaft-Ziehung”
Never Underestimate The Power Of Stupid People In Large Groups
Weil es gar so schön zum Bericht über die etwas aus der Bahn gelaufene MM-Eröffnung in Berlin passt:
Irgendwann kauf ich mir so ein Poster…
Amazon.de - Alternativen?
Seit über fünf Jahren bin ich mittlerweile relativ treuer Amazon-Kunde, aber leider gibt’s in letzter Zeit immer mehr Anlaß, sich aufzuregen: Ich find es zum Beispiel wirklich peinlich, zwar einerseits hochinteressante Services anzubieten, aber andererseits immer noch unfähig zu sein, korrekte Preise für österreichische Kunden anzuführen. Genau störend find ich es, wenn jede Suche mit unzähligen Angeboten zugemüllt wird, die entweder “nicht oder nicht mehr” geführt werden (warum hab ich es dann als Suchergebnis drinnen?), oder andererseits nicht nach Österreich geliefert werden können - und dann kann man dieses nervtötende Grundrauschen noch nicht mal ausfiltern! Dennoch, das sind ja großteils Kleinigkeiten, die einen nicht wirklich abschrecken. Im Endeffekt fängt man Kunden halt doch mit dem günstigen Preis, und der hat bei Amazon subjektiv immer gepasst.
Objektiv betrachtet gibt es doch noch einige Konkurrenten, die teilweise um einiges günstiger sind. Und weil die Kundenbindungsmaßnahmen aka 5€-Gutscheine bei Amazon auch immer seltener werden, bin ich untreue Seele letzte Woche einfach zur Konkurrenz gelaufen, nämlich zu http://www.bol.at.
Lieferung: Ein Buch war sofort lieferbar und am nächsten Tag im Postkasten, ein Buch war “lieferbar in 2-3 Werktagen” und trudelte nach knapp einer Woche ein. Versandkostenfrei wird’s erst ab 20€ Bestellwert, auch bei Büchern - das ist doch ein Pluspunkt für Amazon, aber ansonsten sind die beiden gleichauf. Interessantes Detail: Sowohl Amazon als auch bol.at haben als Versandadresse das ominöse “Paketfach 90, 4020 Linz” auf den Adressklebern stehen.
Bezahlung: bol.at ist die erste Seite, bei der ich jemals den MasterCard SecureCode benötigt habe (und ich kauf doch einiges online). Amazon reicht die Kreditkartennummer, bol.at will Kartennummer, diesen lustigen Sicherheitscode von der Kartenrückseite UND den SecureCode. Für Miles&More-Kunden gibt es pro ausgegebenen Euro eine Bonusmeile, was mich jetzt meinem Vielfliegerstatus leider auch nicht wirklich näherbringt (34 Zusatz-Meilen vs 25.937 fehlende Meilen…).
Preis: Ein Buch war bei Amazon um 38 Cent billiger (wenn man den Amazon-Preis mit .at-MwSt hernimmt), während ein anderes bei bol.at um 63 Cent billiger war. In Summe jetzt nicht der Mega-Unterschied, aber wenn’s vom Aufwand her gleich ist, warum Geld verschenken?
bol.at hat übrigens schon einen 5€-Gutschein für die nächste Bestellung gemailt, Amazon empfiehlt mir Tokio Hotel (mit der fadenscheinigen Begründung, dass irgendjemand, der auch Jethro Tull gekauft hat, eine Tokio Hotel-CD erstanden haben soll), was alleine ja schon fast ein Grund zur Account-Löschung ist.
Diana mit Menthol
…riecht wenigstens gut. Jene Diana, die sich vor 10 Jahren um einen Brückenpfeiler gewickelt hat (bzw. wickeln hat lassen), nervt eigentlich nur mehr. Sogar im Jahr 2007 gibt es offenbar zum Ende des Sommerlochs nicht Wichtigeres, als Loblieder auf Schönheit und Edelmut einer in Summe eher mittelmässigen Figur der Zeitgeschichte zu singen.
Am 5. September ist übrigens der 10. Todestag von Mutter Theresa, immerhin Friedensnobelpreisträgerin. Ob das wohl zu ähnlichem Medienecho führt?
McShark-Chronicles V: Götterdämmerung, Zweiter Aufzug
“Erstaunlich” schnell hab ich mein MacBook diesmal zurückbekommen: Vor nichtmal zwei Wochen hab ich’s zum Reparieren gegeben, und heute war’s wieder fertig!
Lustig ist nur, was bei der Problembeschreibung “T, Z, U geht nur mehr sporadisch; nach längerer Inaktivität Pfeifen” alles repariert wird: Man braucht nicht glauben, dass wegen nicht funktionierender Tasten die Tastatur getauscht wird! Als Ausgleich wurden dieselben Gehäuseteile wie zuletzt erneut getauscht (diesmal hat das chinesische Kleinkind, das voriges Mal den ganzen Dezember zum Plastik zurechtschnitzen gebraucht hat, aber offenbar schneller gearbeitet), auch der untere Gehäuseteil (”bottom case”), der schon ein wenig zerkratzt war, wurde ausgetauscht, abschließend musste auch das Mainboard (das im Apple-Land offenbar “logic board” heisst) daran glauben.
Geholfen hat’s aber, jetzt funktioniert wieder alles. Das erste Garantie-Jahr ist Anfang September vorbei, bin gespannt was als nächstes kommt ;)
Kanada / Kingston - Reisebericht Tag 9
In Kingston hatten wir uns im “Executive Inn” einquartiert, im wesentlichen ein Motel mit größeren Zimmern. Dort gab’s auch ein “continental breakfast” genossen - Toast, Bagels, Muffins, Butter, Marmelade, cream cheese und natürlich Kaffee und Orangensaft.
Kingston ist eine relativ alte Stadt und zieht pro Jahr angeblich 2 Millionen Touristen an - und das merkt man auch. Wir haben uns gleich mal Karten für die Rundfahrt durch die 1000 Islands gekauft und sind dann zum Überbrücken der Wartezeit einstweilen in das neben Kingston gelegene Fort Henry gefahren, eine alte britische Befestigungsanlage, die im Sommer von Uni-Studenten bevölkert wird, die in alten Uniformen die britische Armee nachstellen.
Am Nachmittag gings dann auf den “1000 Islands Cruise”, eine dreistündige Rundfahrt, bei der man wirklich viele Inseln sieht (obs 1000 waren kann ich nicht mehr sagen). In einem öffentlichen Parkhaus ein paar 100 Meter von der Anlagestelle haben wir für 3 Stunden Parken genauso viel bezahlt wie am Vormittag für eine Stunde am Touristenfallen-Parkplatz direkt daneben - man lernt ja mit der Zeit.
Nach der Rundfahrt hatten wir etwas Bewegung nötig und sind auf einen Rundgang durch die historische Altstadt aufgebrochen. Am Abend haben wir uns in ein italienisches Restaurant getraut, drüber gewundert warum man jede Pizza in Käse ertränken muss, und danach ein par Programmpunkte des Pflasterspektakel-Pendants angesehen.
Kanada / Toronto + Kingston - Reisebericht Tag 8
Den Vormittag verbrachten wir nach dem obligatorischen Sturm aufs Frühstücksbuffet mit Packen und sonstigen Reisevorbereitungen. Das Auschecken ging unspektakulär über die Bühne, nichtmal mit meiner Frage nach einer Bestätigung über die Bauarbeiten zum Beschweren beim Reiseveranstalter war die Dame aus der Ruhe zu bringen.
Unsere Koffer überließen wir der Obhut des Hilton-Kofferträgers und marschierten zur CAA-Niederlassung, um dort mit der ÖAMTC-Karte aufzutrumpfen und Karten von Ontario abzustauben. Danach klapperten wir telefonisch ein paar Hotels in Kingston ab, da wir unseren Plan, dort was zu reservieren, noch nie in die Tat umgesetzt haben. Natürlich kam es, wie es kommen muss, und alle etwas näher an der Innenstadt gelegenen Unterkünfte waren entweder ausgebucht oder hatten nur noch die Whirlpool-Honeymoon-Suite um $299 im Angebot. So buchten wir schlußendlich ein etwas außerhalb gelegenes Motel und waren wirklich froh, das hinter uns gebracht zu haben - “what’s your name?” “gottesheim” “can you spell that? is that a french name?” “are you kidding me?”.
Danach spazierten wir noch eine Weile herum und vertrieben uns die Zeit bis 14:00, denn um diese Zeit bekamen wir endlich unser Mietauto. Davor war aber noch der ganze Papierkram zu erledigen, und hier haben die Alamo-Typen eine Gemeinheit in ihren Vertrag eingebaut: Man muss Zusatzversicherungen nicht explizit akzeptieren, wenn man sie haben will, sondern per Unterschrift ablehnen, wenn man sie nicht will - die Kosten stehen natürlich nicht dabei, sondern werden auf Nachfrage widerwillig genannt. Ich bin jetzt jedenfalls ohne Personal Effects und was weiss ich noch alles-Versicherung unterwegs…
Ausgestattet wurden wir mit einem Chevrolet Cobalt, der knappe 430km am Tacho hat und einen noch sehr jungfräulichen Eindruck macht:
Ich persönlich bin ja ein Fan von Automatik-Autos, und auch der Tempomat ist ein durchaus brauchbares Feature. Lustig war noch, dass nach dem Starten ein Warnlicht nicht ausging und sich über irgendwas mit “Traction Control” mokierte. Der Ausleih-Mensch beim Parkplatz war auch überfordert und telefonierte einen Service-Menschen heran, der aber nicht auftauchte. Irgendwann fiel mir dann auf, dass das Ding ja eh ausgeht wenn man die Handbremse löst - Kommentar vom Alamo-Mensch “ah yes, I guess I should’ve thought of that before”. Kompetenz an allen Orten…
Beim Hilton luden wir unser Gepäck ein und quälten uns anschließend auf die Autobahn, wo wir uns mal gemütlich aus der Stadt hinausstauten (was mit Automatik aber gar nicht so schlimm ist). Irgendwann waren wir dann aus Toronto draussen und brausten mit Höchstgeschwindigkeit (100km/h) nach Osten Richtung Kingston. Am Weg dorthin warfen wir einen Blick auf die größte hydraulische Hebeschleuse der Welt und wunderten uns drüber, dass so ein Ding eine derartige Anziehungskraft besitzt.
Für die 320km Fahrt brauchten wir in Summe statt der von mir veranschlagten zwei (gut, das war sehr optimistisch) geschlagene vier Stunden… Das Motel ist aber erstaunlich fesch, der Besitzer war im April in Österreich und war aus diesem Grunde sofort für ein kleines Schwätzchen über die unterschiedlichen geographischen Gegebenheiten zu haben.
Nach dem Check-In ging’s zurück nach Kingston, weil neben dem Motel ausser einer riesigen Militärbasis nur ein McDonalds zu finden ist. In der Stadt fand gerade das hiesige Pendant zum Pflasterspektakel statt, wir verzogen uns daher in ein etwas ruhiger gelegenes Steakhouse und genossen dort unser wohlverdientes Abendessen.
Kanada / Toronto - Reisebericht Tag 7
(written by Barbara)
Während Wolfgang den Vormittag bei der Konferenz verbrachte, nützte ich ein letztes Mal die Gelegenheit um alleine die Stadt zu erkunden. Zuerst begab ich mich ins Eaton Center, um ein wenig zu shoppen. Ich war ein wenig über die Mode in diesem Land erstaunt - entweder die T-Shirts (egal welcher Größe) reichten mir bis zum Knie, oder aber es sah unserer Umstandskleidung ziemlich ähnlich. Letztendlich wurde ich doch noch fündig und erstand 2 T-Shirts. Frustriert beendete ich nach 3 Stunden meinen Einkaufsbummel und kehrte wieder zurück ins Hotel.
Da Wolfgang auch am Nachmittag noch auf der Konferenz war, begab ich mich auf ein Neues in die Stadt und lief ziellos umher (Runde zum Hafen und retour).
Am Abend gingen wir gemeinsam nochmals shoppen. Wir flanierten die Yonge-Street hinauf und wieder zurück; dabei wunderten wir uns darüber, dass gleich nach der Shopping-Zone die “Vergnügungsmeile” (Geschäfte mit Aufschrift wie GIRLS GIRLS GIRLS) begann. Auf der Yonge-Street gab es noch den “Future-Store” - ein Elektronik-Geschäft mit den Neuheiten von vor zwei Jahren oder so, also nicht wirklich Future…
(Wolfgang taking over)
Leider gingen wir diesmal erst recht spät essen. Wir trafen uns um 21:00 Uhr im Hotel mit dem Rest der Party-Truppe und zogen zuerst mal eine Stunde auf der Suche nach einem Lokal umher, endeten aber schließlich im Steakhouse neben dem Hotel (”The Keg”) - kommt davon wenn man einem Deutschen als Anführer folgt :p. Das Essen dort war vorzüglich, eines der besten Steaks, das ich bis jetzt zu Essen das Vergnügen hatte. Danach kam die Verabschiedung sowie die abschließende Visitenkarten-Austausch-Session, und wir machten uns auf ins Bett.
Zum Hotel sei an dieser Stelle angemerkt, dass die Konferenz ja im Hilton stattfand und wir uns aus diesem Grund auch dort einquartiert haben. Leider hat man uns im Vorfeld nicht verraten, dass umgebaut wird - so kamen wir in den Genuß, um halb acht von Bohren und Hämmern geweckt zu werden. Ich verlieh meiner Unzufriedenheit bei der Rezeption Ausdruck, die mir dann anboten, in ein anderes Zimmer umzuziehen - dafür war ich aber zu faul, und eigentlich gefiel mir die Aussicht vom 19. Stock recht gut. Die andere Alternative zum Ruhigstellen waren Gutscheine fürs Frühstücksbuffet, die ich gerne annahm - richtig zu schätzen lernte ich die aber erst, als ich mir mal die Preise beim Buffet ansah: Für zwei Personen hätten die mit Steuern über $50 verlangt!