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Archive for the ‘ausflüge’ Category

USA 2008 - Tag 5, Boston+Plymouth

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Heute haben wir unseren letzten Tag in Boston verbracht. Da wir unser Mietauto erst um 13:00 abholen konnten, haben wir den Vormittag genutzt, um zum Harvard Square zu fahren und dort ein wenig “Uni schaun” zu gehen. Um halb zwölf haben wir dann aus dem Hotel ausgecheckt und sind zum Flughafen gefahren, um unser Auto abzuholen.

Die Mietwagenfirmen sind nicht direkt in den Terminals angesiedelt, man muss mit dem richtigen Shuttlebus zu seinem Vermieter fahren. Leider fahren diese Busse die U-Bahn-Station nicht an, so sind wir eben zum erstbesten Terminal gefahren und von dort mit dem Shuttle zur National-Niederlassung. Nach kurzer Wartezeit hatten wir den Papierkram erledigt und konnten uns ein Auto aussuchen, aber in der bezahlten Kategorie (”Intermediate”) war nichts verfügbar, daher durften wir uns einen Wagen aus der nächsthöheren Kategorie aussuchen (”Fullsize”). Leider war die Auswahl auch hier überschaubar, es gab nämlich genau zwei (deswegen durften wir nicht in die nochmal eins höhere Kategorie wechseln, da ja zwei verfügbar waren): Ein Chevrolet Impala und ein Chevrolet HHR. Prinzipiell hätte uns der Impala besser gefallen, aber derjenige, der den Kofferraum konstruiert hat, gehört erschlagen: Die Ladekante in ca. Hüfthöhe macht mit einem nicht ganz leichten Koffer relativ wenig Spaß. So sind wir nach einem kurzen Probesitzen doch in den HHR gewechselt, der innen genauso grauslich aussieht wie aussen und das Motorengeräusch locker mit dem Gescheppere im Innenraum übertönt. Naja, immer ein neues Auto bekommen zu wollen ist wohl etwas vermessen.

Wir sind dann mal nach Norden gefahren und haben uns in Lexington ein Museum über die Anfänge des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges angesehen, das von der Bostoner Freimaurer-Loge errichtet worden war - ein Umstand, der in jedem Raum mindestens dreimal erwähnt wurde. Nach einem kurzen Abstecher nach Concord sind wir dann nach Plymouth weiter, was dank des Nachmittagsverkehrs etwas länger als geplant gedauert hat.

Leider hatte der Impala den großen Vorzug einer Mittelarmlehne mit einem einladenen Ablagefach, das ich natürlich prompt genutzt habe, um meine Geldbörse drinnen zu verstauen. Nur daran, es auch wieder mitzunehmen, hab ich nicht gedacht… Dummerweise bemerkt man solche Sachen ja nicht sofort, sondern erst dann, wenn man 60km entfernt ist. Gott sei Dank hat der Impala-Mieter (lt National-Mensch ein Deutscher, Zufälle gibts) sich auch darüber gewundert, warum in seiner Mittelarmlehne eine fremde Geldbörse herumlungert, und hat sie zurück zur National-Niederlassung gebracht. Morgen in der Früh werd ich mich also auf halben Weg zwischen Boston und Plymouth mit dem Branch Manager treffen, der mich hoffentlich etwas näher an meine Kreditkarten bringt…

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June 18th, 2008 at 10:00 pm

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USA 2008 - Tag 4, Boston

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Der heutige Morgen brachte eine große Überraschung: Sonne und blauer Himmel! Ein richtig ungewohnter Anblick, bis jetzt waren wir hier eher herbstliches Grau-in-Grau gewohnt. So fiel es uns etwas leichter, schon um halb acht zum Hafen aufzubrechen. Nach fast 1,5 Stunden Fahrt auf einem Katamaran hatten wir schließlich unser Ziel erreicht: Das “Stellwagen Bank Marine Sanctuary”, wo wir fast eine Stunde lang Wale beobachten konnten. Es ist überraschend faszinierend, so einem Autobus-grossen Buckelwal beim Herumplantschen zuzusehen; am Ende hatten sich sogar drei Wale bemüht, uns eine nette Show zu bieten. Natürlich habe ich wieder einmal unterschätzt, dass man am Wasser viel schneller einen wirklich schönen Sonnenbrand ausfasst und mache jetzt den in dieser Gegend allgegenwärtigen Hummern ernsthaft Konkurrenz.

Danach starteten wir einen neuen Versuch, die USS Constitution zu besichtigen, und waren dieses Mal sogar erfolgreich. Da es sich dabei um das älteste Navy-Schiff handelt, wird man natürlich stilecht von lustig gekleideten Seemännern durchgeführt, und darf sich über Airport-like Sicherheitskontrollen freuen. Das Schiff selbst kann leider momentan nur im Rahmen der Führung besichtigt werden, da man aufgrund laufender Renovierungsarbeiten nicht alleine herumlaufen darf. So waren wir relativ schnell wieder fertig und am Weg zum Prudential Center, einem Hochhaus mit einer Aussichtsplattform im 50. Stock. Oben hatten wir dann Gelegenheit zu einer kurzen Bestandsaufnahme, um mal zu checken, was es noch zu sehen gilt. So entschlossen uns zu einem kleinen Spaziergang zur Boston Public Library und weiter zum Boston Common, von wo wir mit der U-Bahn zum MIT fuhren, um die - zumindest von oben witzig anzusehenden - Gebäude zu besichtigen. Leider machte sich da dann die Schattenseite des Sonnenscheins bemerkbar: Es war uns einfach zu heiß, um noch großartige Runden zu drehen, und so marschierten wir gemütlich zum Hotel (das lag einfach um einiges näher).

Den Weg zum Abendessen bahnten wir uns durch Massen von Boston Celtics-Fans: Am Abend fand nämlich das entscheidende Final-Spiel gegen die LA Lakers statt. Gegen halb neun kamen wir schlußendlich doch zum Quincy Market und besorgten uns etwas zum Essen - aber leider nichts zu trinken, was sich noch rächen sollte, da uns nach neun niemand mehr etwas verkaufen wollte (und zum McDonalds wollten wir nicht, da eine Menschentraube aus Celtics-Fans dieselbe Idee hatte). Nach einem kurzen Spaziergang wurden wir dann doch noch fündig und kehrten beim 7-Eleven ein; am Weg hatten wir noch Spaß mit einem Celtics-Fan, der sich bei uns erkundigt hat, ob sein Parkplatz relativ nahe an einer Kreuzung wohl “safe” sei - unser “well, should be” hat ihm als Bestätigung aber gereicht…

Written by gotti

June 17th, 2008 at 12:00 am

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USA 2008 - Tag 3, Boston

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Begrüßt wurden wir heute morgen von einem Hotel-Hausmeister, der uns unsere neuen Zimmerschlüssel bringen wollte, da wir uns ja ausgesperrt hätten. Aha? Schlußendlich ließ er sich doch überzeugen, dass wir das Zimmer noch nicht verlassen haben und uns auch nicht ausgesperrt haben, da wir ja sonst wohl kaum im Zimmer wären… Sehr seltsame Gespräche am frühen Morgen.

Da uns das überraschend schlechte Wetter momentan so ziemlich alle Outdoor-Aktivitäten erfolgreich verleidet sind wir nach einem kurzen Frühstück bei “Au bon pain” zur John F. Kennedy-Library gefahren. In den USA wird für Präsidenten nach ihrer Amtszeit eine “presidential library” errichtet, in der für die Nachwelt interessante Aufzeichnungen und andere Materialien aufbewahrt werden (auch die George W Bush Library wird schon geplant). Meistens ist daran auch gleich in Museum angeschlossen, in dem der jeweilige Präsident ins rechte Licht gerückt wird - so auch für JFK. Angefangen von seiner Jugend über die Zeit als Torpedoboot-Kapitän bis hin zu seiner Kandidatur als Präsident und schließlich natürlich seiner Präsidentschaft an sich wird das Leben von Kennedy sehr ausführlich geschildert - überraschend kurz ausgefallen ist aber der Teil zum Dallas-Attentat, der sich im Wesentlichen auf einige Fernsehmitschnitte beschränkt.

Danach ging es wieder zurück ins Zentrum und weiter zur USS Constitution, die aber in schöner Museums-Tradition Montags geschlossen hatte. So mussten wir mit der nebenan liegenden USS Cassin Young Vorlieb nehmen, einem Zerstörer aus dem zweiten Weltkrieg, der aber seinerseits zu einem großen Teil wegen Renovierungsarbeiten gesperrt ist und uns so gerade die interessanten Schiffsteile vorenthalten blieben.

So brachen wir zur weiteren Planung relativ früh wieder zurück in Richtung Hotel auf und kamen gegen 17:00 an - gerade rechtzeitig, um uns über die grandiose Leistung unserer Fußballer zu wundern, offenbar hilft es doch wenig, gute Ergebnisse schon in Voraus herbeizureden… Zum Abendessen fuhren wir wieder zurück in die Stadt und kehrten in einem “American Grill” ein, wo wir uns als schlampige Speisekartenleser darüber wunderten, eine Vorspeise serviert zu bekommen. Geschmeckt hat’s trotzdem, wenngleich wir dank der Vorspeise die Portionsgrößen etwas falsch eingeschätzt hatten. Zum Trost sind wir am Heimweg noch in die neben dem Hotel gelegene Shopping Mall abgebogen, in der mir ganz zufällig ein neues Objektiv in die Tasche gehüpft ist…

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June 16th, 2008 at 3:57 am

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USA 2008 - Tag 2, Boston

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Da wir beide nach 28 Stunden auf den Beinen doch etwas fertig waren, hat es bis 12:30 gedauert, bis wir uns einmal aus dem Bett geschält haben. Nach der Dusche machten wir uns auf zur U-Bahn (die eigentlich eine Straßenbahn ist), und deckten uns beim erstbesten Dunkin Donuts mit Frühstück ein. Wir müssen uns erst wieder daran gewöhnen, von jedem dauernd nach dem eigenen Wohlbefinden gefragt zu werden, und auch sonst waren die beiden DD-Bedienungen wohl ebenso verwirrt von uns wie wir von ihren dauernden Gegenfragen.

Vorige Woche war hier Hitzewelle, mittlerweile sind die Temperaturen eher herbstlich, und auch die Sonne hat sich nicht blicken lassen. Das störte uns aber wenig (zum Marschieren brauch ich kein 35°), und so nutzen wir die Gelegenheit, zuerst einmal die Waterfront zu erkunden und dann am Freedom Trail einmal quer durch die Stadt dahin zu spazieren. Am Weg haben wir uns noch über die Darbietungen von Al “The Human Knot” amüsiert, der sich hauptberuflich durch Tennisschläger und Klobrillen zwängt. Leider sind die Tage so kurz, wenn man gleich die Hälfte verschläft, aber das war dringend notwendig…

Written by gotti

June 15th, 2008 at 4:53 am

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USA 2008 - Tag 1

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Trotz Jobwechsel ist auch dieses Jahr Urlaub angesagt, es geht wieder einmal nach Bushistan: Flug bis New York und von dort weiter nach Boston, dann mit dem Auto nach Washington DC, und von dort dann mit dem Zug zurück nach New York. Aufgebrochen sind wir am 14.6. zu wirklich unmenschlicher Stunde (4:00), da wir ein AUA-Angebot gebucht hatten, das nur von Deutschland aus gültig war, uns dafür aber eine Strecke in der Business-Class ermöglicht.

So ging es von München aus zuerst nach Wien, und von dort dann weiter nach New York. Die Versuche der AUA, sich als Osteuropa-Airline zu profilieren tragen offenbar Früchte: die Sitze rund um uns waren mit Aserbaidschanern gefüllt, die binnen kurzer Zeit die Wodka-Vorräte geleert hatten (ich hätte ja nie gedacht, dass an solchen Klischee wirklich etwas dran ist). Sie hatten zwar ihr eigenes Essen mitgebracht, das sie vor- und nach dem Flugzeug-Futter genüßlich verspeisten, zu Trinken hatten sie aber nichts dabei… Abgesehen von etwas lauten Unterhaltungen in absolut unverständlicher Sprache und der Erkenntnis, dass die AUA-767 innen wirklich ordentlich häßlich sind, hatte der Flug also wenig Aufregung zu bieten.

Die Einreise in die USA hätte problemlos sein können, wenn man nicht beim Ausfüllen der Formulare die ganzen wichtigen Fragen, ob man denn von 1939 bis 1945 ein KZ beaufsichtigt habe oder das Ausüben krimineller Machenschaften beabsichtige, übersehen würde. So kann man sich dann von einem überaus unfreundlichen Beamten anmotzen lassen (”Have you got a pen for me so I can answer them right now?” “Why don’t you go find your own one, I need this one to do my work”). Beim Zoll-Formular hatte ich dann auch noch auf die Flugnummer vergessen, da war ich wohl zu sehr mit dem Belauschen der Aserbaidschaner beschäftigt…

Den Flug von New York nach Boston hatten wir bei JetBlue gebucht, einem amerikanischen Billigflieger. Wir hatten uns bei zwei möglichen Flugzeiten (17:15 oder 19:05) für die spätere entschieden, da wir lt. Plan erst um 15:00 landen hätten sollen und vermeiden wollten, bei eventuellen Verzögerungen gleich in Panik verfallen zu müssen (beim ersten NY-Besuch hatten wir bei der Einreise ziemlich lange gebracht). Klarerweise standen um 16:00 beim JetBlue-Terminal und hätten den 17:15-Flieger also gemütlich erwischt. So vertrieben wir uns halt die Zeit, bis wir schließlich um 18:30 unser Flugzeug besteigen durften.

Man kann über JetBlue sagen was man will, die Maschinen sind recht angenehm: Breite Sitze, großer Abstand, angenehme Farben (kein Kanarienvogel-Gelb à la Ryanair). So verließen wir planmäßig das Gate - und blieben dort stehen, wo wir hingeschoben worden waren. Vor dem Fenster wurde die Schlange wartender Flugzeuge rund um uns immer länger, und nach einer halben Stunde kam einmal eine Durchsage des Piloten, es wären sehr viele Maschinen vor uns, wir müssten uns noch ein wenig gedulden. Nach weiteren 15 Minuten kam die nächste Durchsage: Aufgrund eines nahenden Gewitters seien zwei Rollbahnen geschlossen worden, wir müssten also warten, bis der Tower diese wieder freigeben. “Make yourself comfortable, we’ll be here for a while”. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:

Wir waren wirklich erleichtert, überhaupt noch nach Boston zu kommen: Nach fünf Stunden Wartezeiten hätten wir nämlich zum Gate zurückkehren müssen, was wir dort dann tun hätten sollen wussten auch die Stewardessen nicht (am Boden schlafen?). Versorgt wurden wir mit Wasser und Chips, was anderes sei nicht an Bord und auch nicht zu kriegen (”what are we supposed to do, taxi to the next Wendy’s?”) - optimal, wenn man das Abendessen eigentlich in Boston eingeplant hätte. Abgesehen von zwei schreienden Kindern war es aber bewundernswert ruhig im Flugzeug; ich habe mir die Zeit damit vertrieben, Terminator 3 und Transporter 1+2 zu gucken und ein wenig mit den Stewardessen zu quatschen. Eine hat mir geraten, das nächste Mal doch mit dem Bus zu fahren, kostet nur $15, man sieht mehr von der Landschaft und sie fahren auch bei Regen und Gewitter…

In Boston leisteten wir uns dann ein Taxi vom Flughafen zum Hotel. Wir haben uns hier im Hotel Marlowe einquartiert, weil das einfach das günstigste noch halbwegs zentral gelegene Hotel war (dafür liegt es nicht direkt in Boston, sondern in Cambridge - einmal über den Fluß drüber also). Beim Check-In bekamen wir noch einen Gutschein für die Minibar und bezogen dann unser Robert Mugabe-Gedenkzimmer:

Written by gotti

June 14th, 2008 at 4:13 am

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Kanada / Niagara Falls - Heimreise

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Wir begannen unseren letzten Tag wieder relativ bald, um noch vor der großen Check Out-Menge aus dem Sheraton draussen zu sein und bald unsere Fahrt nach Toronto anzutreten. Die hauptsächliche Kundschaft im Sheraton lässt sich übrigens unschwer erahnen:

Zuerst war aber mal Frühstück bei Tim Hortons angesagt, danach ging’s dann noch in ein paar Shopping Center neben der Autobahn, um noch Bücher und Kopfhörer zu kaufen.

Ich hatte eigentlich befürchtet, viel zu bald in Toronto zu sein und bis zur Auto-Rückgabe um 14:00 sinnlos in der Gegend herumkurven zu müssen, aber einige hilfreiche Staus halfen kräftig mit, genügend Zeit am Weg liegen zu lassen. Schließlich kamen wir um kurz vor eins beim Flughafen an (nachdem ich mit dem Drüberschneiden über vier Spuren ein paar Kanadier zum Hupen brachte - aber dann sollens gefälligst ihre Schilder früher aufhängen, und nicht erst über der Abfahrt!) und nutzten die Gelegenheit, bei “The Keg”, einem sehr guten Steakhouse-Franchise, noch ein schnelles Steak zu verzwicken.

Der Weg zur Autorückgabe war etwas steinig: Das Terminal, bei dem die ganzen Vermieter beheimatet sind, besitzt zwei Zufahrtsebenen, einmal für Ankunft und einmal für Abflug. Ich bieg natürlich zielsicher Richtung Abflug ab - schließlich flieg ich ja weg -, aber leider scheinen die Vermieter dieser Logik nicht zu folgen und haben sich alle auf der Ankunfts-Ebene angesiedelt. Der Weg runter ist nicht so einfach wie man glauben möchte, sondern war mit ca. 4km Umweg über die Autobahn verbunden - alles kein Problem. Um 1:55 (bis um 2 haben wir den Kübel wieder zurückgeben müssen - fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlichkeit!) waren wir unseren Chevrolet wieder los. Übernommen hatten wir ihn mit 430km, zurückgegeben haben wir ihn mit 2060km auf dem Zähler - 1600km in einer Woche hat mich doch fast etwas erschüttert.

Nachdem wir die Rückgabe gemeistert hatten ging’s zum Check-In, bei dem der Schalter-Mann auf jeden unserer Koffer ein hübsches “HEAVY”-Band befestigte. Zu zahlen war nichts, scheinbar geht es dabei eher darum, die Koffer-Schupfer vor Überraschungen zu bewahren…

Die AUA-Hotline hatte mir beim Bestätigen des Rückflugs eindringlich geraten, doch bitte 4 Stunden (!!!) vor Abflug am Flughafen zu sein - auf gar kein Fall nach 14:20, weil das gehe sich unmöglich aus! Um 14:45 hat der Check-In-Schalter dann schlussendlich mal geöffnet, wir sind dann um 16:00 mal gemütlich durch die Sicherheitskontrolle gewatschelt, die inkl. Anstellen ca. 5 Minuten gedauert hat - also entweder war ich am falschen Flughafen, oder die AUA-Frau legt es darauf an, arme Passagiere zu verarschen (bei uns war es ja egal, weil sowieso das Auto auch zurückgegeben werden musste).

Ich hab mein Poster natürlich wieder als Großgepäck aufgeben müssen und diesmal auch dafür unterschreiben müssen, dass ich die AUA von jeder Verantwortung für Schäden entbinde. Andere Leute sind mit ähnlich großen Rollen im Handgepäck problemlos durchgekommen - vielleicht hätte ich mich doch vorher rasieren sollen, um die PAR-Rohr-Assoziation zu zerstreuen? Generell ist es aber faszinierend, was alles (sowohl hinsichtlich der Größe als auch der Menge) als Handgepäck durchgeht - teilweise sind Leute mit zwei Trolleys und drei Taschen eingestiegen und haben natürlich für Protest gesorgt, weil sie damit die Fächer im Flieger über Gebühr anfüllen…

Der Flug selber wartete natürlich wieder mit dem obligatorischen Gewitter zum Abendessen und den schreienden Kleinkindern auf. Irgendjemand muss behauptet haben, ein schreiendes Kind durch das ganze Flugzeug zu tragen bringt es dazu, irgendwann aufzuhören - jedenfalls hat eine Dame das mit bewundernswerter Konsequenz praktiziert und so ziemlich jeden damit wachgehalten. Aber alles geht irgendwann vorbei, und nach einem Zwischenstop in Wien (den wir fernab des gemeinen Volkes in der Diners-Lounge verbracht haben) erreichten wir endlich Linz.

Und ab jetzt gibt es wieder kürzere Einträge, lest ja sowieso keiner :p

Written by gotti

July 20th, 2007 at 4:31 pm

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Kanada / Niagara Falls - Reisebericht Tag 15

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Dank unserer auf 07:30 vorverlegten Tagwache schafften wir es, um 8:00 unterwegs zur Anlegestelle der “Maid of the Mist” zu sein: Im Wesentlichen geht’s dabei darum, bis auf die Knochen naß zu werden, indem man von einem kleinen Schifflein in die Gischt der beiden Fälle transportiert wird. Wir schafften es auf das erste Boot, das Gott sei Dank relativ leer war - so konnten wir in Ruhe die zweite Dusche des Tages absolvieren.

Ausgestattet wird man dabei mit stylischen blauen Plastik-Regenmänteln:

Da wir ohnehin schon naß waren beschlossen wir, die Chance auf eine zünftige Lungenentzündung zu vergrößern, und wanderten gleich weiter zur “Journey behind the Falls”. Dort kann man mit einem Lift bis fast zum Niagara River runter fahren und am Fuß des Horseshoe Fall stehend die Wassermaßen aus der Nähe begutachten. Wichtiger Unterschied: Das Waser ist saukalt und man bekommt gelbe Mäntel anstelle der blauen:

“Behind the falls” kommt man auch und kann von zwei Portalen aus die Rückseite des Wasserfalls besichtigen - ziemlich weiß und nicht so aufregend.

Die Regenmäntel sind wahrlich eher zur Zierde da, daher hielten wir eine heiße Dusche zum Aufwärmen für angebracht. Damit hatten wir alles gesehen, was in Niagara Falls von Interesse schien - daher brachen wir in Richtung Niagara-on-the-Lake auf. Am Weg dorthin machten wir noch bei den “Whirlpool Rapids” halt, ein paar sehr wilden Stromschnellen, die für ganz beachtliches Getöse sorgen.

Niagara-on-the-Lake ist ein sehr nettes Städtchen, aber eher als Tourismusort für Reichere konzipiert. Wir spazierten eine Stunde lang herum, warfen einen Blick auf den Lake Ontario und die Mündung des Niagara River, und die gnä Frau bekam endlich ihre heiß ersehnten Crocs.

Am Rückweg nach Niagara Falls brach die Apokalypse über uns herein: Wenn man trotz Scheibenwischer auf der zweiten Stufe vor lauter Wasser auf der Scheibe nichts sieht ist es eine gute Gelegenheit, mal eine kurze Pause neben der Straße einzulegen und das Schlimmste abzuwarten. Die etwas abschüssigen Straßen hatten sich in Sturzbäche verwandelt und sorgten für stellenweise ganz ordentliche Wassermassen auf den Straßen. Als der SUV vor mir bis zur Oberkante der Reifen im Wasser verschwand entschied ich mich, einen kleinen Umweg über eine der Seitenstraßen zu wagen - so kamen wir noch ein wenig in Niagara Falls herum, fanden aber doch wieder in das Hotel zurück.

Wir bummelten noch ein wenig durch die unzähligen Gift Shops und sahen uns dann nochmals die beleuchteten Fälle an:

Den restlichen Abend verbrachten wir damit, unsere Koffer zu packen und uns über die angehäuften Massen an Prospekten, Karten und ähnlichem Krimskrams zu wundern…

Written by gotti

July 19th, 2007 at 3:10 pm

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Kanada / Algonquin Park + Niagara Falls - Reisebericht Tag 14

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Den Vormittag verbrachten wir nach dem Frühstück damit, auf dem Dock vor unserem Häuschen in der Sonne zu sitzen. Nach dem Auschecken marschierten wir noch über zwei Wanderwege und starteten schließlich gegen 16:00 unsere Reise Richtung Niagara Falls (wobei die Aussprache korrekterweise “Niägra” lautet, so wie die Kanadier generell etwas schlampig sind: “odawa”, “toronno”). Mit 110km/h am Tempomat eingestellt gemütlich dahinzurollen ist ja eigentlich ganz angenehm - wenn man nicht am Weg durch Toronto in einen Stau gerät, der noch dazu von einem ordentlichen Platzregen begleitet wird.

Niagara Falls ist ein ziemliches Kontrastprogramm zur Natur-Idylle im Park: Die Fälle an sich stehen nicht wirklich im Vordergrund, der Fokus liegt anscheinend schon mehr auf Casinos, Geisterbahnen und Souvenirshops. Wir haben uns via Hotwire.com zielsicher im “Sheraton on the Falls” einquartiert - das lag leider nicht nur on the Falls, sondern auch am Beginn des mit Warnschildern gekennzeichneten “Tourist Area” am Clifton Hill (im Reiseführer treffend als “Vergnügungsviertel” tituliert).

Um den Hunger zu stillen ging’s aus Mangel an Alternativen zum Burger King, der aber fest in den Händen von pubertierenden Kindern ist: Statt brav zu hackeln und schweigend Essen auszugeben nutzen diese jede Gelegenheit, an der Kasse mit ihren Freundinnen zu plaudern. Hmpf.

Abschließend spazierten wir zu den Fällen (=”wurden wir von den Menschenmassen herumgeschoben”), die des Nächtens farbig beleuchtet werden - zufälligerweise fand auch ein kleines Feuerwerk statt, das natürlich wunderbar zur Disneyland-Atmosphäre passte. Danach fielen wir relativ fertig ins Bett.

Written by gotti

July 18th, 2007 at 2:30 pm

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Kanada / Algonquin Park - Reisebericht Tag 13

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Die Nacht in unserem Notlösungs-Quartier hatten wir auf den ersten Blick unbeschadet überstanden (auch wenn ich mittlerweile etwas entdeckt habe, das stark an Bettwanzen-Bisse erinnert, zumindest den Fotos im Internetz zufolge - ich werd’s trotzdem als Mosquito-Stich verbuchen). Frühstück haben wir uns auch noch in Whitney genehmigt, danach ging’s weiter zum Algonquin Park.

Mitten durch den Park führt ein Highway (ungefähr auf Bundesstraßen-Level) - solang man auf dieser Straße bleibt ist der Spaß gratis, bleibt man stehen, um einen Wanderweg zu gehen o.ä., braucht man eine Parkerlaubnis, die man um $13/Tag kaufen darf. Oder man macht’s wie wir und bucht eine Nacht bei einer der Unterkünfte im Park, dann kriegt man die Parkerlaubnis gleich mit.

Nach einigen Zwischenstops zum Information einholen und um mal einen ersten Eindruck zu gewinnen erreichten wir unser Quartier, der Bartlett Lodge. Die Lodge besteht aus 12 Holzhäusern, die via Wassertaxi über einen See zu erreichen sind. Über ein Telefon an der Anlagestelle kann man sich seinen Transfer wünschen, der dann nach angemessener Wartezeit in Gestalt eines Motorbootes angebraust kommt und einen rüberschippert. Wir bekamen das größte Haus (mit drei Schlafzimmern), weil halt kein anderes frei war - aber gut, uns hat es nicht gestört, da der Preis sowieso pro Person berechnet wird (und sowieso hoch genug war).

Den Nachmittag nutzten wir, um einige der Wanderwege zu gehen und die Natur zu genießen. Vor dem Abendessen lungerten wir am See herum und staunten über die frechen Streifenhörnchen, die wilde Kämpfe mit Eichhörnchen austragen, danach wagten wir uns noch eine Stunde lang mit einem Kanu auf das Wasser - für das erste Mal lief es gar nicht schlecht (nicht gekentert, keine Ertrunkenen) und machte erstaunlich viel Spaß; und das, obwohl die Sache durchaus an Sport grenzt!

Das Dinner in der Lodge war im Endeffekt ein viergängiges Menü, wobei man jeden Gang aus fünf Alternativen wählen konnte. Wir haben den Altersdurchschnitt dabei ganz ordentlich gesenkt, das Essen war aber ausgezeichnet - auch wenn Hummer nicht meine Leibspeise werden wird und die gnä Frau das erste Mal eine Nachspeise mit Schokolade als Zutat fast nicht aufgegessen hat (”flourless chocolate cake” = 300g Tafel Schokolade in Kuchenstück-Form, oder so).

Mit vollem Magen saßen wir noch längere Zeit auf unserer Veranda herum und genossen die Stille - keine Fernseher, keine Telefone, hin und wieder mal ein wahnsinniges *hörnchen, das über das Dach lief, und leise Stimmen aus den Nebenhäusern.

Die Nacht verlief leider nicht so ruhig: Die oben erwähnten Streitigkeiten zwischen rivalisierenden irgendwas-Hörnchen zogen sich über die Nacht hin. Um 4:00 von Herumgekratze am Dach geweckt werden ist kurz besorgniserregend, vor allem wenn die Veranda-Türe nicht absperrbar ist und das Geräusch nicht auf Anhieb zuzuordnen ist…

Written by gotti

July 17th, 2007 at 1:56 pm

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Kanada / Ottawa + Whitney - Reisebericht Tag 12

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Am Vormittag ging’s zum Frühstück in das an das Hotel angegliederte italienische Bistro, da dort ein Frühstücksbuffet beworben wurde. Die damit geweckten Erwartungen wurden aber nur zum Teil erfüllt, da die Auswahl sehr gering war (nur Würstchen zu meinen Eiern und kein Speck - pah!).

Mehr oder weniger gestärkt bewegten wir uns dann erneut zum Parlament, weil dort jeden Tag um 10.00 die Wachablöse veranstaltet wird - mit Blasmusik, Dudelsack und den roten Paradeuniformen des Militärs. Leider meinte der Kameraakku, genau zeitgerecht nach Beginn leer werden zu müssen - hmpf. Lustig anzusehen war die Sache trotzdem.

Danach ging’s es wieder zurück in unser Hotel, wo wir uns auf die Suche nach Hotels für die folgenden Nächte machten und beschlossen, einfach mal Richtung Algonquin Park loszufahren und am Abend darauf zu hoffen, eine Unterkunft zu finden.

Nach dem Auschecken brachen wir zum “Museum Of Civilization” auf, das zwar noch in Ottawa liegt, aber leider nicht mehr in Ontario (=Zivilisation in Gestalt von Englisch sprechender Bevölkerung), sondern bereits in Quebec (= wilde, arrogante Horden, die sich beim Froschschenkel-Essen auf Französisch verständigen) - aber dort ist es ja ohnehin viel eher angebracht und notwendig, die Vorzüge einer zivilisierten Welt anzupreisen. Jedenfalls verbrachten wir dort den Rest des Tages und wunderten uns über den Disneyland-Charakter des Museums: Bei der Ausstellung über kanadische Geschichte wurde angefangen von der Walfang-Niederlassung im Norden über Öltürme, Kirchen, Schiffe und chinesische Wäschereien bis hin zu Autobahn-Raststationen so ziemlich alles nachgebaut, was sich irgendwie nachbauen lässt.

Am Abend machten wir uns schlussendlich auf den Weg Richtung Algonquin Park. Unser Plan, am Weg irgendwo ein Quartier zu finden (”suchen” war eigentlich nie ein Thema), wurde von den Gegebenheiten der kanadischen Einöde leider durchkreuzt, weil es ungefähr so viele Hotels wie zwischen Freistadt und Zwettl zu sehen gab. Im Endeffekt landeten wir doch noch in Whitney, der letzten Siedlung, bevor der Park beginnt - soweit hätten wir eigentlich gar nicht fahren wollen, und das wäre vermutlich auch besser gewesen: Als wir um 22.45 ankamen war bei fast allen Motels trotz angepriesener “Vacancy” kein Büro mehr besetzt.

So landeten wir im Algonquin Parkway Inn: Stutzen hätten wir bereits beim Anblick des leeren Parkplatz sollen, der in krassem Gegensatz zu den gut gefüllten der anderen Unterkünfte stand - aber es war das einzige Motel, das noch nicht wegen Reichtum geschlossen und gewillt war, uns ein Zimmer zu vermieten. Details zum Zimmer gibt es hier keine, nur soviel - wirklich empfehlenswert ist es nicht.

Written by gotti

July 16th, 2007 at 5:32 am

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Kanada / Ottawa - Reisebericht Tag 11

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Ottawa am Sonntag Vormittag ist ungefähr so belebt wie Linz - nämlich ziemlich genau gar nicht. Unsere Suche nach Frühstück endete daher erst nach langer Suche bei Kaffee und Donuts, aber das ist ja auch was feines.

Danach begannen wir unseren Rundgang durch die Stadt und holten uns zuerst beim Parlament Karten für eine Führung. Um die Wartezeit zu überbrücken spazierten wir zum Byward Market, einem riesigen Markt, der auch am Sonntag durchaus belebt war.

Nach ein wenig Herumflanieren entlang des Ottawa River ging’s dann wieder zum Parlament, wo die Führung mit einer Sicherheitskontrolle begann. Diese war vergleichbar wie jene beim Flughafen, sehr streng und genau; wir kamen jedoch ohne Probleme durch. Die Führung selbst war sehr interessant - wir besichtigten den Sitzungssaal vom House of Common und jenen vom Senat, die Bibliothek, den “Saal der Frankophonie” und so weiter. Danach ging’s noch auf den “Peace Tower”, das kanadische Gegenstück zu Big Ben: Ein Uhrturm, der zum Parlament gehört und sogar das Geläut von seinem Londoner Vorbild übernommen hat.

(Barbara) Anschließend trennten sich unsere Wege. Während Wolfgang sich zum War Museum begab schaute ich mir die Stadt ein wenig näher an. Flanierte den Rideau Canal hinunter, beäugte 2 Männer von der Garde, wunderte mich über die Einwohner in der Stadt: viele Punks und Sandler, z.B. sah ich einen Sandler, der nur mit Unterhose bekleidet war und von Polizisten vertrieben wurde. Natürlich musste ich auch ein Shopping-Center von innen ansehen: Jedoch stellte sich abermals heraus, dass die Mode hier nichts für mich ist. So verliess ich das Shopping-Center ohne “bag”. Weiter ging es quer durch die Stadt zurück zum Byward Market (Ausschau gehalten nach ein paar Souvenirs) und langsam zurück ins Hotel.

(Wolfgang) Das “Canadian War Museum” behandelt jene Kriege, an denen Kanada auf die eine oder andere Weise beteiligt war. Vor allem als Teil des britischen Empire haben sie keine Gelegenheit ausgelassen/auslassen können, sich irgendwo in die Schlacht zu werfen, z.B. im Burenkrieg oder im ersten Weltkrieg. Am zweiten Weltkrieg nahmen sie dann schon aus eigenem Antrieb teil und behandelten diese Etappe auch ausführlich, mit Ausstellungsstücken wie einer gepanzerten Limousine von Adolf Hitler oder einer Enigma. Auch der kalte Krieg ist natürlich ein Thema, da der kanadische Norden als potentielle Einflugschneise russischer Bomber über den Pol schwer bewacht wurde - und heute, nachdem die Radarstation dort oben aufgelassen sind, noch unter der Umweltverschmutzung aus den 60ern und 70ern leidet. Alles in allem ein hochinteressantes Museum, wenn man damit leben kann, dass alles auf Englisch und Französisch beschriftet ist und auch alle Videos mit französischem Ton (oder Untertiteln, die dann nicht das Ohr, sondern halt das Auge beleidigen) daherkommen.

Am Abend sahen wir uns noch die “Light & Sound Show” vor dem Parlament an. Dabei wurden Bilder und Filme auf die Fassade des Parlaments projiziert und von Musik und Text untermalt. Hauptsächlich ging es darum, wie toll Kanada nicht ist und welche Errungenschaften nicht auf das Konto von Kanadiern oder gar von Kanada selbst gehen.

Written by gotti

July 15th, 2007 at 5:05 am

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Kanada / Kingston + Ottawa - Tag 10

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Der Tag begann etwas regnerisch, was uns aber nicht stören sollte: Wir hatten ohnehin vor, die meiste Zeit in Museen bzw. im Auto zu verbringen. Beim Auschecken gabs noch ein kurzes Gespräch mit dem Motel-Besitzer über das unterschiedliche Preisniveau zwischen Kanada und Österreich: Er war der Meinung, Österreich müsse generell teuer sein, weil er bei seiner Rundreise im April auf der Autobahn irgendwie in Tirol 5 Euro für ein Flascherl Mineralwasser gezahlt hat, ließ sich dann aber doch vom Gegenteil überzeugen. Und das in einem Land, wo man in einem ganz normalen Lokal für eine Flasche Bier $6 ablegt…

Danach gings in das Canadien Forces Communciations & Electronics Museum, ein Museum, das sich mit der Geschichte der militärischen Kommunikation in Kanada beschäftigt. Im Anschluß folgte noch ein kurzer Rundgang durch Museum des Royal Canadian Military College.

Am Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg Richtung Ottawa, nicht ohne vorher noch vollzutanken (30 Liter um $30). Entlang des Rideau-Kanals gings dann im Regen nach Ottawa. Dort angekommen bezogen wir unsere Hotelsuite: Schlafzimmer, Wohnzimmer, 2 Badezimmer, Arbeitszimmer, Küche - ganz passabel für $119/Nacht. Um nicht gleich ins Bett zu fallen marschierten wir noch zum Parliament Hill, aber der einsetzende Regen trieb uns bald in ein Buchgeschäft und anschließend zurück ins Hotel.

Written by gotti

July 14th, 2007 at 12:22 am

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