Archive for the ‘Uncategorized’ Category
Eine Art Reset
Eine Art „Reset-Taste“ sei zu drücken gewesen.
http://www.nachrichten.at/sport/euro08/695464
Diese Technik!
Spaß mit Schuhen (und deren Fehlen)
Als Besitzer zweier Kater wird man zum Kunden zumeist seltsam riechender Geschäfte, die oft auf blumige Namen wie “Fressnapf” hören (und auch so riechen wie sie heißen). Für den modernen Menschen gibt es natürlich auch Internet-Shops, die die Versorgung mit Katzenfutter und sonstigem Zubehör sichern; für den überraschend eintretenden Katzenstreu-Bedarf sind diese aber leider ungeeignet, und so ist man erst recht wieder auf den “Fach”-Handel vor Ort angewiesen.
Schon im Oktober des Vorjahres habe ich es geschafft, einem meiner Schuhe in einer Fressnapf-Filiale ein nur wenig schmückendes Loch zu verpassen: Ein Podest, auf dem Aktionsartikel angepriesen wurden, war in Bodennähe rundum mit Metalleisten versehen, die das Holz gegen anprallende Einkaufswägen udgl. schützen sollten. Leider waren die Leisten am Eck hochgebogen und hatten so ihre ursprünglichen Schutzwirkung eingebüßt, sie waren im Gegenteil eher scharfkantig und überaus spitz - eine Eigenschaft, die mit Textilien ganz und gar nicht harmoniert, wie mein Schuh bestätigt.
Eigentlich wollte ich nicht einsehen, warum ich mir im wahrsten Wortsinn im Vorbeigehen meine Schuhe ruinieren lassen soll, und beschwerte mich bei der Filialleiterin. Die Dame war voller Verständnis für mein Anliegen und gab auch unumwunden zu, dass die Metalleisten ein Schwachpunkt der Konstruktion und schon öfters Anlaß für Beschwerden und Schäden gewesen wären. Wir vereinbarten, dass ich meine Schuhe samt Rechnung vorbeibringe, um die Sache an die Versicherung übergeben zu können. Nach knappen zwei Monaten (Mitte Dezember) habe ich dann auch einmal daran gedacht, Schuhe UND Rechnung gleichzeitig zum Katzenstreu-Kauf mitzubringen (eine Herausforderung sondergleichen), die Frau Filialleiterin erinnerte sich sogar noch daran und sagte zu, die Beweisgegenstände weiterzuleiten, “die Zentrale wartet eh schon drauf”. Es macht übrigens Spaß, nach dem Bezahlen die Kassadame zu fragen, ob denn die Filialleitung anwesend sei - “Ja, warum denn?” “Es geht um eine Beschwerde, da müssen wir was regeln” (Kassierin bekommt eine ungesunde Gesichtsfarbe) “Geht’s eh ned um mich?”.
Jedenfalls hatte ich seit Dezember in der Causa nichts mehr gehört. Im Februar - meine zwei Monate Bearbeitungszeit bin ich der Gegenseite natürlich auch willig - habe ich einmal nachgefragt, wurde aber an die Zentrale verwiesen, da derlei Belange von eminenter Wichtigkeit an höherer Stelle behandelt werden. Dort war an diesem Tag niemand mehr zu erreichen, damit wurde der betreffende Notizzettel Teil der Schreibtisch-Wanderdünen und verschwand in den Sedimenten.
Jobwechsel-bedingt blieb es mir Ende April nicht erspart, diese Zettel-Ansammlung(en) zu entsorgen, und dabei fiel mir auch dieses kleine Zettelchen wieder in die Hände. Weder von Fressnapf noch von irgendeiner Versicherung hatte ich bis dahin etwas gehört, und natürlich versuchte ich sofort mein Glück - um von einer netten Telefondame auf einen Rückruf vertröstet zu werden, die Dame sei zu Tisch, sie melde sich später oder sonst morgen. Morgen kam und ging, übermorgen ebenso, überübermorgen rief ich nochmal an: Natürlich habe sich die Kollegin nicht gemeldet, die wäre ja auch in Urlaub, da ruft sie nicht zurück, haha, sie meldet sich dann danach…
Und weil eh keiner so weit gelesen hat fällt es nicht auf, wenn der Rest erst morgen kommt :p
Neues Google-Icon
In den letzten Tagen hatte ich vermehrt Schwierigkeiten, die Google-Ergebnisseiten aus meiner Unmenge an Firefox-Tabs herauszufinden. Der Grund dafür ist mir erst später aufgefallen: Die haben einfach das Fav-Icon geändert.
Ich persönlich finde es etwas gewöhnungsbedürftig, auch wenn es besser in die Google-CI passen dürfte als das alte - es sieht ja schließlich aus wie das kleine “g” aus dem Google-Logo. Jedenfalls scheinen sich kleine g-s zunehmend durchzusetzen:
Ehrfurcht
Als Jung-Akademiker fällt einem immer wieder auf, mit welcher Hingabe und Inbrunst manche Berufsgruppen Titel zelebrieren - prädestiniert dafür scheinen Sprechstundenhilfen jeder Art zu sein. Ich vermute ja, die Damen haben einmal den falschen Kommerzialrat, Doktor o.ä. ohne den gebührenden Respekt als einfachen “Herrn Huber” aufgerufen und sind seitdem bemüht, diesen Fehler keinesfalls zu wiederholen.
Zumindest unter Arbeitskollegen ist es meiner Erfahrung nach aber dennoch üblich, solche Titel wegzulassen. Offensichtlich aber nicht immer: Am Samstag habe ich in einer kleinen Buchhandlung in Linz einen Reiseführer bestellt, möchte diesen aber zumindest kurz durchblättern, bevor er wirklich gekauft wird. Die Verkäuferin konsultierte daraufhin die Chefin, die zwei Meter daneben stand: “Frau Magister, darf ich das zur Ansicht bestellen?”, und erhielt ein salbungsvolles Nicken als Antwort. Ich bin gespannt, ob ich mir in dem Alter auch noch was drauf einbilde, bei jeder Gelegenheit mein abgeschlossenes Studium um die Nase geschmiert zu kriegen…
Kurz schockiert
Wenn man im Posteingang eine Mail von “Rechtsanwälte Dr. xxx, Dr. yyy” mit dem aussagekräftigen Betreff “2008052132308989872345.pdf” findet, dann fängt man unwillkürlich doch an, einmal das Gewissen zu erforschen.
Umso besser ist es, noch während des Erforschungsprozesses festzustellen, dass wieder einmal eine Mail den Weg an meine viel zu leicht verwechselbare Email-Adresse gefunden hat. Puh!
Kommandoton
Ich bin ja kein sonderlich wehleidiges Menschlein und fühle mich bis auf einige kultivierte Probleme eigentlich recht wohl, vermutlich kommt es also daher, dass mein letztes Röntgen doch schon wieder einige Zeit her war (im evangelischen Krankenhaus in Wien, wenn ich mich recht entsinne). Schon dort ist mir aber aufgefallen, dass die durchschnittliche Röntgen-Bedienerin (RadiologietechnologIn heisst das wohl neuerdings) einen Befehlston pflegt, der nicht unbedingt zu Widerspruch ermutigt - ein Vorurteil, das ich heute in Linz wieder einmal bestätigt bekam.
Gefordert war ein seitliches Foto meines Charakterkopfes: “Mit dem Gesicht an die Wand, Kopf zur Seite, Zähne zusammenbeissen”, und schon begab sich die Frau Radiologietechnologin in Deckung hinter ihre Glaswand. Die weitere Korrektur erfolgte dann über Lautsprecher aus sicherer Entfernung: “Kopf einen Millimeter nach links drehen!”
Typical Developer Thinking
Join fetching multiple collection roles also sometimes gives unexpected results for bag mappings, so be careful about how you formulate your queries in this case.
TODO: The last statement is useless and typical developer thinking, please elaborate. The word “sometimes” should never appear in any technical documentation.
Sowas liest man doch immer wieder gerne in der Doku von (eigentlich relativ ausgereiften) Open Source-Projekten…
Outing
Mein Auto (nein, keine fancy Spitznamen) zeigt nach über 3 nahezu investitionslosen Jahren erste Verschleisserscheinungen. Konkret bewegt sich die Bremsleistung mittlerweile in Dimensionen, die zwar für das Pickerl ausreichend sind, manchmal aber doch optimierbar erscheinen. Also wurde ich Bremsklötze einkaufen geschickt. Einer der ersten Gedanken war, doch mal bei ebay danach zu suchen, aber angesichts der Preisunterschiede hab ich diese Idee schnell verworfen: Statt 70€ hier nur 22,90€ zu zahlen ist zwar verlockend, aber das wirklich vorbehaltlose Vertrauen, da keine angemalten und umgepressten Blechdosen zu bekommen fehlt mir da irgendwie…
Darum wurde doch beim hiesigen Teilehandel gekauft (nein, nicht beim Forstinger, beim Stahlgruber). Eigentlich wollte ich die Gelegenheit nutzen und gleich noch einen Ölfilter mitnehmen, damit auch diese schon etwas überfällige Angelegenheit einmal erledigt werden kann, doch mein Wunsch wurde mit einem eher missmutigen “Welche Firma?” gekontert. Konsterniert entschlüpfte mir wohl ein “Äh, is ma wurscht”, ausgehend davon, dass der gute Mann wohl meint, welchen Firmenname ich auf meinen künftigen Ölfilter stehen haben möchte, und mir das tatsächlich ziemlich wurscht ist, da ich meinen Ölfilter nur flüchtig kenne und nur selten sehe.
Dem war aber nicht so: Der doch nicht so gute Mann brach in schallendes Gelächter aus, rief “Uije, a Privater also” zu seinen Kollegen, und ließ sich nach angemessener Zeitspanne, in der sich sowohl die Kollegenschaft als auch das restliche anwesende Publikum an meiner Unwissenheit weiden konnten, herab mir mitzuteilen, dass Ölfilter und Öl aufgrund diverser Gewässerschutz-Vorschriften nur an Firmen verkauft werden dürften, und er eigentlich wissen hätte wollen, wo ich denn arbeite. Kleinlaut und solcherart als völliges Nockabatzl auf dem Gebiet des automobilen Beschaffungswesens geoutet durfte ich dann doch zahlen und mich unter den verächtlichen Blicken von dannen trollen…
Sprachkritik im Visier
Vor ein paar Jahren hab ich mir einmal zwei der “Zwiebelfisch”-Bücher von Bastian Sick zugelegt und habe natürlich beide brav gelesen. Eines ist beim Umzug von Wien Richtung Heimat irgendwo verloren gegangen (gemeinsam mit den grandiosen 12 Mantras des Scheissens), aber wirklich schade darum war es nicht (im Gegensatz zu den Mantras!): Ich konnte mit dem Stil nicht viel anfangen und musste mich teilweise auch über die Beispiele wundern, die sich nicht immer mit meinem Sprachgefühl deckten. Aber gut, ich kenn mich ja nicht aus (wie schon mein Deutschlehrer im Rahmen der Matura angemerkt hat), und die gesammelten Zeitungsausschnitte bei SpOn schau ich immer mir immer wieder gerne an, also soll er weiterzwiebeln, der Zwiebelfisch.
Anscheinend gibt es aber durchaus fähigere Leute, die sich ebenfalls und offenkundig nachhaltiger an der Sickschen Sprachkritik stören. Dort gibts es jetzt auch eine kurze Vorstellung des Buches “Sick of Sick? Ein Streifzug durch die Sprache als Antwort auf den »Zwiebelfisch«”, das man gerade als Freund plumper Wortspiele wie ich einer bin natürlich unbedingt bestellen muss. Ich bin gespannt…
Kurz gefragt
Sollten mir Blutflecken am zahnärztlichen Röntgenbild zu denken geben?
Gierig
Im Laufe des heutigen Tages ist genau unter meinem Wohnzimmer-Fenster ganz plötzlich ein Parkschein-Automat aus dem Boden gesprossen. Mit einem grossen, blau beleuchteten “P”-Schild obendrauf. Was hab ich nur angestellt?
Irgendwie impliziert das Ding auch, dass ich wohl in absehbarer Zeit entweder für die Kurzparkzone zahlen müssen werde, oder mir aber endlich mal eine Bewohnerparkkarte holen (und vorher Auto ummelden) muss. Alles bäh.
Meine Anfänge als Bauer
Ich glaube zwar nicht, dass an meinen zwei linken Händen noch ein grüner Daumen sprießen wird, aber solange die Chilis nichts von meiner Unfähigkeit mitbekommen und trotzdem wachsen…
Und natürlich planen auch die Katzen schon wieder die totale Vernichtung:
Bikinizone
Da hab ich mal von der Hautärztin für mein Gesicht ein (völlig überteuertes, wenn ich mich recht erinnere) Spezialwässerchen empfohlen bekommen, das diverse dermatologische Problemchen etwas lindern sollte. Heute lese ich die Hinweise auf der Packungsrückseite - “besonders empfohlen für die Vermeidung eingewachsener Haare in der Bikinizone”.
Hm.
Falscher Job
Ostern in der Kälte
Da der letzte Urlaub schon wieder eine halbe Ewigkeit her war und sich Ostern für solche Vorhaben direkt anbietet, sind wir übers Wochenende (bzw. ein wenig länger) mal schnell auf die Insel geflogen. Leider aber temperaturmässig auf die falsche, nämlich auf die mit London drauf…
Die Verbindung zwischen den beiden Metropolen London und Linz ist leider relativ dünn besetzt, und so bleiben entweder coole Verbindungen mit drei Stunden Aufenthalt in Frankfurt oder Ryanair übrig - die sich aber nicht als so schlimm wie befürchtet erwiesen hat: Mit 150€ für zwei Personen war es zwar kein wirkliches Sonderangebot, aber das ist halt das Problem, wenn man kurzfristig weg will und bei den üblichen Lastminute-Verdächtigen nichts brauchbares findet. Sowohl Hin- als auch Rückflug waren unproblematisch, dafür hat uns die Londoner U-Bahn nach Strich und Faden verarscht, da entweder geplante Upgrades oder “emergency engineering work” immer genau die Linien blockierten, die die kürzeste Verbindung zwischen Hotel und Bahnhof für den Stansted Express dargestellt hätten.

Ansonsten
- spaßhalber beim Buckingham Palace in die Touristenmassen dazugestellt und so bei der Wachablöse zugeschaut (war’s nicht wert)
- festgestellt, dass die englische Affektion für Überwachungskameras nur durch den Einsatzsatz von Warnpiepsern bei jeder Art von Türe übertroffen wird
- von der englischen Küche möglichst weit fern gehalten und auf Sandwiches und sonstige kalkulierbaren Risiken eingelassen. Ausnahme: “full english breakfast” mit Würstl und Bohnen, Fazit: “tu’s nicht”. Gewundert warum der Angelsachse offensichtlich beim Essen gerne im (am liebsten kaum beleuchteten) Keller sitzt, Angst vor dem nächsten Blitzkrieg?
- festgestellt dass, wenn New York die höchste Dichte an uniformierten Personen jeder Coleur aufweist, London dafür die meisten Polizisten mit Sturmgewehr spazieren schickt, die einem mit selbigen dann in der Warteschlange beim Kaffee kaufen doch ungut auffallen
- gefreut, dass es im City Inn nicht nur gratis Tee gibt, sondern auch ein Guzi dazu (welches so bröselt, dass man gleich noch einen Tee nachtrinken muss)
- im Hotel ein offensichtlich auf Rollstuhlfahrer ausgelegtes Zimmer bekommen: zwei Spione im Zimmer (ein normaler und einer in ~1m Höhe), riesiges Bad auf Kosten des restlichen Zimmers, barrierefreie Dusche, überall Klingeln zum Schwester rufen.
- mit freundlichen (!) Schaltermenschen in der U-Bahn zu tun gehabt, weil uns für eine Fahrt, die 2 Pfund kosten sollte, stolze 6 berechnet wurden
- gewundert, warum anglikanische Messen eher an Aerobic-Veranstaltung als an Kirche erinnern (auf, nieder, auf, nieder). Aber was tut man nicht, um sich 10 Pfund Eintritt zu ersparen ;)
- in Greenwich am Nullmeridian herumspaziert und dabei heftig gegen fernöstliche Touristenscharen ankämpfen müssen
- “Phantom of the Opera” angesehen, damit ich zukünftige “Gehen wir mal in ein Musical?”-Ambitionen mit einem gekonnten “War ma ja eh grad erst” kontern kann



