Archive for the ‘freizeit’ tag
Porcupine Tree - Fear Of A Blank Planet Tour / 15.11., Arena, Wien
Leider sind wir zu Anathema zu spät gekommen (bzw. haben wirs grad zum Ende des letzten Songs von Anathema reingeschafft). Muss ich wieder warten bis sie alleine auf Tour gehen, tjo…
Porcupine Tree an sich waren recht fein: Fear Of A Blank Planet ist ja schon sehr cool, die Songs von Nil Recurring gefallen mir dann aber doch noch ein Eizerl besser, muss ich sagen. Leider haben sie mir Lazarus nicht gespielt, dafür Trains… naja, man kann nicht alles haben.
Verwundert hat mich, dass es in der Arena erstaunlich voll geworden ist (das letzte Mal (vor ziemlich genau zwei Jahren) im Planet war’s zwar auch voll, aber wann ist es das dort nicht?) - damit hätte ich nicht gerechnet. Die Punk-Bagage dort war wie üblich heillos überfordert, aber das wiederum war in der Arena noch nie anders…
(Die Bilder hab ich mir schamlos vom Pum geklaut. Ein nettes Pic gibt’s übrigens noch auf Flickr.)
Systematic Chaos
“Systematic” Chaos heisst einerseits das neue Album von Dream Theater, andererseits dürfte auch das Motto der Linz-Fest-Organisatoren ganz ähnlich lauten.
Dieses Jahr hätte es, bei freiem Eintritt, eine interessante Lesung unter dem Titel “Salon Sumpf” gegeben, quasi Salon Helga meets Im Sumpf. Klingt bizarr und damit prinzipiell vielversprechend. Beim Linz-Fest werden für solche Sachen Platzkarten ausgegeben: Man hat eine Woche lang Zeit, bei einem Kartenhüttl am Hauptplatz Karten zu holen, oder man kann sich eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn um Restkarten anstellen.
Natürlich waren zu dem Zeitpunkt, zu dem ich mich bei der Hauptplatz-Lokalität eingefunden habe, dort schon alle Karten vergeben, doch die dort ansässige Hilfskraft (immerhin mit großen, äh, Augen als wesentliche Qualifikation ausgestattet) versicherte mir glaubhaft, dass dort ohnehin nur ein Drittel der verfügbaren Karten ausgegeben wird, die restlichen zwei Drittel wären an der jeweiligen Verschleißstelle vor Veranstaltungsbeginn erhältlich.
Den gestrigen Tag haben wir in Passau verbracht (eigentlich ganz hübsch dort), am Abend hetzten wir also zum Donaupark, um uns dort in die 35 Minuten vor Veranstaltungsbeginn schon ganz ansehnliche Schlange einzureihen - eindeutig schlechtes Zeitmanagement unsererseits.
Leider stand die Anzahl der wartenden Leute in einem sehr schlechten Verhältnis zu der Anzahl der Karten: Laut Aussage der beiden Kartenausgabebeauftragten sei diese irgendwo zwischen 40 und 60 anzusiedeln, damit war als weiter hinten in der Schlange Positionierter ohnehin keine Chance vorhanden, eine Platzkarte zu erstehen (doppelbödig!). Auch mein ohnehin zweifelhafter Charme wirkte nicht wirklich, ich wurde nur vertröstet: Es gäbe 400 Sitzplätze und 150 Stehplätze, wir sollen einfach versuchen, ein paar Minuten vor Beginn noch einen Stehplatz zu ergattern. Dieses Angebot habe ich jedoch verschmäht - um Stehplätze prügeln, wo kommen wir denn da hin!
Zu denken gibt mir jetzt nur mehr die Linzer Mathematik: Wenn zwei Drittel von 400 Sitzplätzen 43 Karten entsprechen, fangen die Probleme schon ganz woanders an…
Brumm brumm lach lach
Vorigen Mittwoch gabs eine Premiere: Ich in einem Kart, unterwegs auf der 1. Linzer Kartbahn.
Von verschiedenen Seiten waren im Vorfeld gar grausliche Geschichten über zu enge Sitze, blaue Flecken und durchgeschüttelte Handgelenke zu hören - nichts davon trat in der beschriebenen Heftigkeit auf. Eine meiner Befürchtungen wurde dafür wahr: Mein athletischer Körperbau ist nicht gerade einer, der mit den ca. 6PS eines normalen Karts gut auskommt.
Die Beschleunigung war zwar für mich durchaus spürbar, trotz meines subjektiven Empfindens leider aber nicht wirklich konkurrenzfähig. Zusammen mit meiner verbesserungswürdigen Kurventechnik, die eher zu einem Drift Race aus NFSU gepasst hätte, führte das zu einem insgesamt unbefriedigenden Abschneiden an vorletzter Stelle (ich wage es kaum zu sagen - zwischen zwei Frauen bin ich gelandet!). Immerhin fand ich so bis zum Ende genügend Gelegenheit, meine Technik zum Vorbeilassen nachfolgender Fahrer zu perfektionieren…
Am Samstag war Josef Hader mit seinem aktuellen Stück “Hader muss weg” im Posthof zu sehen. Insgesamt trifft es “skurril” wohl am Besten: Der hintergründige Humor und der Verzicht auf billige Lacher fällt positiv auf, auch wenn manche Teile des Publikums es stellenweise drauf angelegt haben, beim kleinsten Zucken in hysterisches Gelächter auszubrechen. Irgendwann verabschiedet man sich von der Erwartungshaltung, ein Kabarett-Programm zu sehen, und lauscht der Geschichte - und das ist auch gut so.
FH-Ball 2007
So leid es mir auch tut, das sagen zu müssen: Bei den polizeilichen Planquadraten in der Vorweihnachtszeit war mehr los als beim gestrigen FH-Ball in Hagenberg.
Das tat der Stimmung zwar keinen Abbruch - es war im Gegenteil sogar insofern angenehm, da man nicht Sardinen-ähnlich durch die Gegend geschoben wurde -, hinterlässt aber doch einen befremdlichen Eindruck. Genauso wie die Showeinlagen, was aber wohl mit meiner Abneigung gegen Bollywood und Kindergeburtstag-Zauberer zu begründen ist…
Bei Schüssels II
Vorigen Montag gabs im Theater Rabenhof die offensichtlich letzte Vorstellung von “Bei Schüssels II”, dem zweiten Teil des Kasperltheaters in/über die österreichische Politik, gesprochen von maschek.
Ich vertrete ja schon länger die Meinung, den Dorfer aus dem Dorferschen Donnerstalk zu entfernen und stattdessen durch eine maschek/Gunkl/S&G-Belangsendung zu ersetzen. Abendfüllend sind die drei noch viel besser!
Mit dabei, neben Wolfgang Schüssel und Alfred Gusenbauer, sind Andreas Khol als Untermieter am Klo vom Schüssel, der für einen Meldezettel die Zähmung von Peter Westenthaler übernimmt, die bessere (?) Hälfte von Wolfgang Schüssel als Koalitionsverhandlerin hinter den Kulissen, Hans-Peter Martin als überflüssiger Kläffer, usw. Einen kleinen Vorgeschmack bietet http://www.youtube.com/watch?v=b-I1AJC2aZU.
Also auch als einer, der wohl eher der schwarzen Hälfte der Republik zuzurechnen ist, konnte man einen höchst amüsanten Abend verbringen. Ich muss ehrlich gestehen, ich habe - glaube ich - in noch keinem Kabarett soviel gelacht wie in diesen zwei Stunden - sollte es “Bei Schüssels III” oder “Bei Gusi I” geben, unbedingt hingehen!
(PS: Neue Lage: 2 Tage)
EDIT: Samstag, 4.11., “Bei Schüssels II” im Posthof in Linz!
Noch ganz dicht?
Die Technik entwickelt sich weiter fort, gegen die Dummheit des Benutzers wird aber auch weiterhin kein Kraut wachsen. Daher lernen wir fürs Leben: Handy aus der Hosentasche nehmen, bevor man die Hose in die Waschmaschine wirft!
Das Sony-Ericsson-Klump erwies sich der einstündigen Behandlung mit 40° leider nicht gewachsen: Äußerlich gibt es sich zwar unbeeindruckt, doch die Anzeige im Display beschränkt sich auf einen kleinen See - zwar hübsch anzusehen, aber nicht als voll funktionstüchtig zu bezeichnen. Ganz dicht ist es offensichtlich nicht…
Die SIM-Karte scheint aber robuster und versieht jetzt im Uralt-Siemens-ME45 ihren Dienst (trotz nicht unbeträchtlicher Verfärbungen). Ich überlege momentan noch, wieviel Erfolg mir im Geschäft wohl mit der “auf einmal hats nimmer funktioniert”-Masche beschieden sein könnte, dieser dürfte aber eher gegen null gehen.
Mein mehr oder weniger wohlverdienter Urlaub hat sich natürlich wieder verschoben. Dennoch: Am 10. September wird abgeflogen, zwei Wochen New York stehen am Programm (wo sonst sollte man sich zum fünften Jahrestag wohl aufhalten, noch dazu bei der Anreise mit American Airlines?).
Lichter, Tunnel, usw.
Today was the first day back at Scrubs.
yeehaw!
Summer of Love…
…ist nicht nur eine “geniale” 60s/70s-Compilation (”wir waren jung, wir hatten spass” und als Hintergrund-Musik “the sound of silence” von Simon & Garfunkel), sondern auch der Titel einer Ausstellung, die momentan noch in der Wiener Kunsthalle im Museumsquartier läuft.
Die Ausstellung war recht interessant und lehrreich, zwischendurch aus durchaus amüsant - die von mir präferierte Kunstform aus dieser Epoche wird zwar weiterhin die Musik bleiben, dennoch gabs ein paar witzige Sachen zu sehen. Noch nie gehört hatte ich z.B. von Andy Warhol (naja, von ihm selbst schon…) und seinem Exploding Plastic Inevitable oder all den anderen Licht-Orchestern, die da seinerzeit mit Massen von Overhead-Projektoren durch die Lande zogen. Absolut essentiell war dieses Ding:
Erwähnenswert wäre auch noch die Dame, die mit verzückten Grinsen, leise vor sich hinsummend vor einigen Bildern zuerst herumgewankt, dann vor ebendiesen am Boden gesessen ist und durch absolut nichts zu stören war - nicht einmal durch den pubertierenden Ungustl, der seine Erziehungsberechtigten mit einem lautstarken und in bester Kastraten-Tonlage gelieferten “Mama, Papa, schau her, da sitzt a Deppade!” auf diesen Umstand aufmerksam machen wollte.
Me presenting the Schokoladenseite:
Und, für mich beinahe das prägendste Erlebnis bei diesem Besuch, wenngleich es nur indirekt mit der Ausstellung zu tun hat: ein Wickeltisch (!) am Männerklo!