Archive for the ‘me vs the world’ tag
Spaß mit Schuhen (und deren Fehlen), The End
Es fehlt noch der Abschluß zum ersten Beitrag zu diesem Thema: Von Fressnapf-Seite habe ich tatsächlich nie etwas gehört; stattdessen hat mich am Tag des versprochenen Rückrufs ein Herr von der Helvetia-Versicherung kontaktiert, der mich um eine schriftliche Schilderung des Sachverhalts ersucht und um Übersendung des beschädigten Schuhwerks gebeten hat.
Leider konnte er mir die Frage, wie ich die Schuhe, die ich zu diesem Zeitpunkt schon ein halbes Jahr aus der Hand gegeben hatte, nochmal übergeben soll, nicht beantworten, und versprach, sich zur Klärung mit der mysteriösen Fressnapf-Frau (MFF) in Verbindung zu setzen. Zwei Tage später erreichte mich ein in eher sprödem Deutsch verfasstes dreizeiliges Schreiben der Wiener Versicherungs-Zentrale, das einem identischen Anliegen Ausdruck verlieh. Hmpf.
In einem längeren Gespräch mit der zuständigen Sachbearbeiterin durfte ich meine Geschichte wieder einmal erzählen und wurde wieder einmal auf eine Rückfrage bei der MFF vertröstet. Abschließend wollte ich mich noch bei der guten Dame entschuldigen - ich hatte ja insgeheim die eher behäbige österreichische Versicherungswirtschaft für die elendslangen Verzögerungen verantwortlich gemacht, obwohl diese anscheinend wenig Schuld getroffen hat. So erhielt ich Gelegenheit, noch ein paar Minuten Klagen aus dem Sachbearbeiter-Leben zu hören, und bekam schon fast den Eindruck, dass dort am Ende auch nur Menschen arbeiten… Wir haben vereinbart, der ganzen Sache noch ein paar Wochen Zeit zu geben, da ja eine Stellungnahme seitens der MFF abzuwarten war, “und das wird dauernd, haha, ungefähr so wie wenn man vom Gericht was braucht”.
Und oh Wunder, nach meinem Urlaub fand ich doch tatsächlich einen gelben Post-Benachrichtungszettel vor, der mich über eine Postanweisung in der sagenhaften Höhe von 30 Euro informierte! Nicht schlecht für ein halbes Jahr Wartezeit…
Sachen, die ich als Hotelier nicht machen sollte
- Klimaanlagen kaufen, die wie startende Hubschrauber klingen und sich nicht abstellen lassen
- Beträge von Kreditkarten einziehen, die nicht auf der Rechnung stehen
- Keine E-Mail-Adresse auf meiner Homepage anbieten, sondern nur eine Telefonnummer und ein Kontaktformular (das nicht funktioniert)
- Gästen eine Zufriedenheits-Umfrage hinterhermailen und die Leute dann mit falschem Namen ansprechen (”Dear KIERON GRADY”)
Spaß mit Schuhen (und deren Fehlen)
Als Besitzer zweier Kater wird man zum Kunden zumeist seltsam riechender Geschäfte, die oft auf blumige Namen wie “Fressnapf” hören (und auch so riechen wie sie heissen). Für den modernen Menschen gibt es natürlich auch Internet-Shops, die die Versorgung mit Katzenfutter und sonstigem Zubehör sichern; für den überraschend eintretenden Katzenstreu-Bedarf sind diese aber leider ungeeignet, und so ist man erst recht wieder auf den “Fach”-Handel vor Ort angewiesen.
Schon im Oktober des Vorjahres habe ich es geschafft, einem meiner Schuhe in einer Fressnapf-Filiale ein nur wenig schmückendes Loch zu verpassen: Ein Podest, auf dem Aktionsartikel angepriesen wurden, war in Bodennähe rundum mit Metalleisten versehen, die das Holz gegen anprallende Einkaufswägen udgl. schützen sollten. Leider waren die Leisten am Eck hochgebogen und hatten so ihre ursprünglichen Schutzwirkung eingebüßt, sie waren im Gegenteil eher scharfkantig und überaus spitz - eine Eigenschaft, die mit Textilien ganz und gar nicht harmoniert, wie mein Schuh bestätigt.
Eigentlich wollte ich nicht einsehen, warum ich mir im wahrsten Wortsinn im Vorbeigehen meine Schuhe ruinieren lassen soll, und beschwerte mich bei der Filialleiterin. Die Dame war voller Verständnis für mein Anliegen und gab auch unumwunden zu, dass die Metalleisten ein Schwachpunkt der Konstruktion und schon öfters Anlaß für Beschwerden und Schäden gewesen wären. Wir vereinbarten, dass ich meine Schuhe samt Rechnung vorbeibringe, um die Sache an die Versicherung übergeben zu können. Nach knappen zwei Monaten (Mitte Dezember) habe ich dann auch einmal daran gedacht, Schuhe UND Rechnung gleichzeitig zum Katzenstreu-Kauf mitzubringen (eine Herausforderung sondergleichen), die Frau Filialleiterin erinnerte sich sogar noch daran und sagte zu, die Beweisgegenstände weiterzuleiten, “die Zentrale wartet eh schon drauf”. Es macht übrigens Spaß, nach dem Bezahlen die Kassadame zu fragen, ob denn die Filialleitung anwesend sei - “Ja, warum denn?” “Es geht um eine Beschwerde, da müssen wir was regeln” (Kassierin bekommt eine ungesunde Gesichtsfarbe) “Geht’s eh ned um mich?”.
Jedenfalls hatte ich seit Dezember in der Causa nichts mehr gehört. Im Februar - meine zwei Monate Bearbeitungszeit bin ich der Gegenseite natürlich auch willig - habe ich einmal nachgefragt, wurde aber an die Zentrale verwiesen, da derlei Belange von eminenter Wichtigkeit an höherer Stelle behandelt werden. Dort war an diesem Tag niemand mehr zu erreichen, damit wurde der betreffende Notizzettel Teil der Schreibtisch-Wanderdünen und verschwand in den Sedimenten.
Jobwechsel-bedingt blieb es mir Ende April nicht erspart, diese Zettel-Ansammlung(en) zu entsorgen, und dabei fiel mir auch dieses kleine Zettelchen wieder in die Hände. Weder von Fressnapf noch von irgendeiner Versicherung hatte ich bis dahin etwas gehört, und natürlich versuchte ich sofort mein Glück - um von einer netten Telefondame auf einen Rückruf vertröstet zu werden, die Dame sei zu Tisch, sie melde sich später oder sonst morgen. Morgen kam und ging, übermorgen ebenso, überübermorgen rief ich nochmal an: Natürlich habe sich die Kollegin nicht gemeldet, die wäre ja auch in Urlaub, da ruft sie nicht zurück, haha, sie meldet sich dann danach…
Und weil eh keiner so weit gelesen hat fällt es nicht auf, wenn der Rest erst morgen kommt :p
Bikinizone
Da hab ich mal von der Hautärztin für mein Gesicht ein (völlig überteuertes, wenn ich mich recht erinnere) Spezialwässerchen empfohlen bekommen, das diverse dermatologische Problemchen etwas lindern sollte. Heute lese ich die Hinweise auf der Packungsrückseite - “besonders empfohlen für die Vermeidung eingewachsener Haare in der Bikinizone”.
Hm.
Tele2 und die Kündigung II
Unglaublicherweise hat es Tele2 in der ersten Jännerwoche geschafft, meine Kündigung zu bestätigen - ich bin positiv überrascht, das ist ja “fast” noch im alten Jahr gewesen…
Wenn sie es jetzt auch noch zusammenbringen, ab Ende Jänner nichts mehr abzubuchen, bin ich fast schon restlos begeistert.
Klassentreffen
Sechs Jahre nach der Matura meinten irgendwie relativ viele Leute, sie hätten meinen speziellen Charme vermisst.
Ich weiss immer noch nicht, ob das ein Kompliment ist.
Tele2 und die Kündigung
Damals, im Jahr 2001, als ADSL (zumindest in Freistadt) noch relativ neu war, haben wir uns in die Fänge der UTA begeben - ganz einfach weil es dort billig war, und weil bei Selbstinstallation mit USB-Modem (nämlich diesem grässlichen Ding) keine Einrichtungsgebühr zu zahlen war. Irgendwann stiegen wir vom anfänglich 1GB-Paket auf heisse 4GB mit 768/3xx kbit/s um 40e um (wird wohl 2002 gewesen sein), und auf diesem Niveau blieben wir preislich stehen, ungeachtet der sonstigen Marktentwicklung.
Nun heisst die UTA ja schon seit einiger Zeit Tele2, eine Firma, die für ihren Kundenservice weithin berühmt und, äh, “gefürchtet” ist, und kassiert weiterhin alle zwei Monate einen Betrag jenseits der 80 Euro - definitiv zu viel. So wollte ich mich also einmal bei der Tele2-Hotline erkundigen, wie es denn mit den Kündigungsfristen aussieht. Und was hört man da in der Ansage? “Drücken Sie 1 wenn Sie … Wenn Sie kündigen wollen, drücken Sie bitte 3″. Viermal hab ichs probiert, viermal hab ich nach ca. 10 Minuten aufgelegt, weil sich niemand gemeldet hat. So geht’s natürlich auch!
Ob sie es wohl schaffen, mein Fax mit Kündigung und der Bitte um schriftliche Bestätigung ebendieser noch in diesem Jahr zu beantworten? Ich glaub’s nicht…
Schlechte Serienbriefvorlage
Gottesheim Wolfgang ADI
So wird aus dem abgekürzen zweiten Vornamen und der (noch dazu falschen) Titel-Kurzform ein kreativer Zweit-Name.
Zu eng
In den letzten paar Wochen war ich gleich zweimal im Linzer Posthof, einmal bei Stermann & Grissemann, und am Montag dieser Woche beim Dorfer (Dorfer >> S&G, btw).
Doch auch dort hat mittlerweile der beinharte Kapitalismus Einzug gehalten: Ich bin ja kein übermässig großer Mensch, aber wenn ich bei normaler aufrechter Sitzposition die Knie ein paar Zentimeter in der Rückenlehne des Vordermanns versenke (was durch die Beschaffenheit des Materials nicht unbedingt erleichtert wird), scheint hier doch etwas stark der Gewinn optimiert zu werden…
Mehr oder weniger sinnvolle Wege, sein Geld zu vernichten
Erstaunlicherweise scheint das Posten trotz der offensichtlichen technischen Schwierigkeiten hier in diesem Etablissement noch zu funktionieren. Das Kommentar-Phänomen dürfte irgendwie am Hoster liegen, da es bewundernswert unabhängig von der verwendeten Wordpress-Version ist. Leider ist auch der Hoster bewundernswert unmotiviert, eine Problemlösung zu finden, sodass hier wohl bald ein Wechsel anstehen wird…
Ich war aber beileibe nicht untätig, wie die fehlenden Posts vielleicht implizieren könnten. Zum Beispiel hab ich jetzt 36 Nespresso-Stangen mehr im Kastl:
zwei kleine Fellhaufen mehr:
einen Wasserfleck mehr an der Wand:
und, als zusätzliches Spielzeug im Büro, ein OpenMoko:
![]() |
| OpenMoko |
Selbstfindung
Der neueste Schmäh auf der Post ist etwas philosophisch angehaucht: Wenn man einen Brief oder ein Packerl mit dem obligatorischen gelben Zettel abholt, so folgt nach den üblichen Schritten “Zettel blöd anschaun” und “5 Minuten suchen gehen” unweigerlich die fast schon existentialistische Frage “Sind das eh Sie?”.
Bis jetzt hat “Ja” als Antwort voll und ganz ausgereicht. Vermutlich ist die Frage der dezente Hinweis darauf, dass eigentlich zur Abholung ein Ausweis vorzulegen wäre, aber ob die Formulierung so optimal gelungen ist? “Nur bis 18.00, danach bin ich wieder Superman” oder “Nur solange mein Sachwalter nichts anderes sagt” möchte ich zwar jedesmal als Antwort probieren, aber so spät am Tag noch Postlerinnen verwirren tut man ja nicht…
Kundenbindung
Seit mittlerweile sieben Jahren bin ich Kunde bei der Sparkasse OÖ. Warum? Weil es dort damals ein Gutscheinheft dazu gab, und weil sie mich immer noch für einen Studenten halten… Irgendwann kam dann zum Konto eine Sparbuch-Karte dazu, die mich damals mit sagenhaften Zinssätzen beeindruckte, im Lichte von Bundesschatz und ING-DiBa aber mit der Zeit stark an Glanz verlor und seit geraumer Zeit mit einem sagenhaften Saldo von €12,87 dahinvegetiert.
Gestern erhielt ich dann einen Brief meines Kundenbetreuers mit der freudigen Mitteilung, auf besagter Sparbuch-Karte den Zinssatz auf 3,5% angehoben zu haben. Find ich ja nett, stutzig macht mich aber doch die Begründung:
Wäre schön, wenn auch Sie als ING-DiBa-Kunde den guten Zinssatz auf der Profit-Card wieder vermehrt ausnützen.
Ich bemüh mich mal, den leisen Vorwurf zwischen den Zeilen zu überhören, und fühl mich still und heimlich ein wenig verfolgt…
Never Underestimate The Power Of Stupid People In Large Groups
Weil es gar so schön zum Bericht über die etwas aus der Bahn gelaufene MM-Eröffnung in Berlin passt:
Irgendwann kauf ich mir so ein Poster…
Diana mit Menthol
…riecht wenigstens gut. Jene Diana, die sich vor 10 Jahren um einen Brückenpfeiler gewickelt hat (bzw. wickeln hat lassen), nervt eigentlich nur mehr. Sogar im Jahr 2007 gibt es offenbar zum Ende des Sommerlochs nicht Wichtigeres, als Loblieder auf Schönheit und Edelmut einer in Summe eher mittelmässigen Figur der Zeitgeschichte zu singen.
Am 5. September ist übrigens der 10. Todestag von Mutter Theresa, immerhin Friedensnobelpreisträgerin. Ob das wohl zu ähnlichem Medienecho führt?
Wer nix weiß und nix kann… reloaded
Das Mysterium aus diesem Beitrag hat sich mittlerweile lösen lassen (der eingeschriebene Brief war eigentlich ein Paket mit unserem neuen Fußabstreifer, übrigens mit der Post in UPS-Verpackung verschickt), die Post ist aber immer für einen Spaß zu haben: Ich hatte ein Paket zu versenden, das leider unter der den UPS-Abholservice rechtfertigenden Gewichtsgrenze lag, und damit mit dem guten alten gelben Moloch zu transportieren ist.
Bei der Post bedient zu werden ist aber gar nicht so einfach: Die Antwort auf das in den Raum geschmetterte “Grüß Gott” beschränkt sich auf ein Kopfnicken, denn der werte Herr Postler hängt am Telefon. Er gedenkt auch nicht, das Gespräch zu beenden, und unterhält sich fröhlich weiter über das Mittagessen, anstehende Beförderungen und das postinterne Gewerkschaftswesen im Allgemeinen. Nach fünf Minuten beginne ich ihn aber doch zu stören, mit den Worten “Moment, da wart einer” legt er den Hörer beiseite und lässt sich doch herab, mich mein Paket aufgeben zu lassen…
