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Archive for the ‘ottawa’ tag

Kanada / Ottawa + Whitney - Reisebericht Tag 12

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Am Vormittag ging’s zum Frühstück in das an das Hotel angegliederte italienische Bistro, da dort ein Frühstücksbuffet beworben wurde. Die damit geweckten Erwartungen wurden aber nur zum Teil erfüllt, da die Auswahl sehr gering war (nur Würstchen zu meinen Eiern und kein Speck - pah!).

Mehr oder weniger gestärkt bewegten wir uns dann erneut zum Parlament, weil dort jeden Tag um 10.00 die Wachablöse veranstaltet wird - mit Blasmusik, Dudelsack und den roten Paradeuniformen des Militärs. Leider meinte der Kameraakku, genau zeitgerecht nach Beginn leer werden zu müssen - hmpf. Lustig anzusehen war die Sache trotzdem.

Danach ging’s es wieder zurück in unser Hotel, wo wir uns auf die Suche nach Hotels für die folgenden Nächte machten und beschlossen, einfach mal Richtung Algonquin Park loszufahren und am Abend darauf zu hoffen, eine Unterkunft zu finden.

Nach dem Auschecken brachen wir zum “Museum Of Civilization” auf, das zwar noch in Ottawa liegt, aber leider nicht mehr in Ontario (=Zivilisation in Gestalt von Englisch sprechender Bevölkerung), sondern bereits in Quebec (= wilde, arrogante Horden, die sich beim Froschschenkel-Essen auf Französisch verständigen) - aber dort ist es ja ohnehin viel eher angebracht und notwendig, die Vorzüge einer zivilisierten Welt anzupreisen. Jedenfalls verbrachten wir dort den Rest des Tages und wunderten uns über den Disneyland-Charakter des Museums: Bei der Ausstellung über kanadische Geschichte wurde angefangen von der Walfang-Niederlassung im Norden über Öltürme, Kirchen, Schiffe und chinesische Wäschereien bis hin zu Autobahn-Raststationen so ziemlich alles nachgebaut, was sich irgendwie nachbauen lässt.

Am Abend machten wir uns schlussendlich auf den Weg Richtung Algonquin Park. Unser Plan, am Weg irgendwo ein Quartier zu finden (”suchen” war eigentlich nie ein Thema), wurde von den Gegebenheiten der kanadischen Einöde leider durchkreuzt, weil es ungefähr so viele Hotels wie zwischen Freistadt und Zwettl zu sehen gab. Im Endeffekt landeten wir doch noch in Whitney, der letzten Siedlung, bevor der Park beginnt - soweit hätten wir eigentlich gar nicht fahren wollen, und das wäre vermutlich auch besser gewesen: Als wir um 22.45 ankamen war bei fast allen Motels trotz angepriesener “Vacancy” kein Büro mehr besetzt.

So landeten wir im Algonquin Parkway Inn: Stutzen hätten wir bereits beim Anblick des leeren Parkplatz sollen, der in krassem Gegensatz zu den gut gefüllten der anderen Unterkünfte stand - aber es war das einzige Motel, das noch nicht wegen Reichtum geschlossen und gewillt war, uns ein Zimmer zu vermieten. Details zum Zimmer gibt es hier keine, nur soviel - wirklich empfehlenswert ist es nicht.

Written by gotti

July 16th, 2007 at 5:32 am

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Kanada / Ottawa - Reisebericht Tag 11

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Ottawa am Sonntag Vormittag ist ungefähr so belebt wie Linz - nämlich ziemlich genau gar nicht. Unsere Suche nach Frühstück endete daher erst nach langer Suche bei Kaffee und Donuts, aber das ist ja auch was feines.

Danach begannen wir unseren Rundgang durch die Stadt und holten uns zuerst beim Parlament Karten für eine Führung. Um die Wartezeit zu überbrücken spazierten wir zum Byward Market, einem riesigen Markt, der auch am Sonntag durchaus belebt war.

Nach ein wenig Herumflanieren entlang des Ottawa River ging’s dann wieder zum Parlament, wo die Führung mit einer Sicherheitskontrolle begann. Diese war vergleichbar wie jene beim Flughafen, sehr streng und genau; wir kamen jedoch ohne Probleme durch. Die Führung selbst war sehr interessant - wir besichtigten den Sitzungssaal vom House of Common und jenen vom Senat, die Bibliothek, den “Saal der Frankophonie” und so weiter. Danach ging’s noch auf den “Peace Tower”, das kanadische Gegenstück zu Big Ben: Ein Uhrturm, der zum Parlament gehört und sogar das Geläut von seinem Londoner Vorbild übernommen hat.

(Barbara) Anschließend trennten sich unsere Wege. Während Wolfgang sich zum War Museum begab schaute ich mir die Stadt ein wenig näher an. Flanierte den Rideau Canal hinunter, beäugte 2 Männer von der Garde, wunderte mich über die Einwohner in der Stadt: viele Punks und Sandler, z.B. sah ich einen Sandler, der nur mit Unterhose bekleidet war und von Polizisten vertrieben wurde. Natürlich musste ich auch ein Shopping-Center von innen ansehen: Jedoch stellte sich abermals heraus, dass die Mode hier nichts für mich ist. So verliess ich das Shopping-Center ohne “bag”. Weiter ging es quer durch die Stadt zurück zum Byward Market (Ausschau gehalten nach ein paar Souvenirs) und langsam zurück ins Hotel.

(Wolfgang) Das “Canadian War Museum” behandelt jene Kriege, an denen Kanada auf die eine oder andere Weise beteiligt war. Vor allem als Teil des britischen Empire haben sie keine Gelegenheit ausgelassen/auslassen können, sich irgendwo in die Schlacht zu werfen, z.B. im Burenkrieg oder im ersten Weltkrieg. Am zweiten Weltkrieg nahmen sie dann schon aus eigenem Antrieb teil und behandelten diese Etappe auch ausführlich, mit Ausstellungsstücken wie einer gepanzerten Limousine von Adolf Hitler oder einer Enigma. Auch der kalte Krieg ist natürlich ein Thema, da der kanadische Norden als potentielle Einflugschneise russischer Bomber über den Pol schwer bewacht wurde - und heute, nachdem die Radarstation dort oben aufgelassen sind, noch unter der Umweltverschmutzung aus den 60ern und 70ern leidet. Alles in allem ein hochinteressantes Museum, wenn man damit leben kann, dass alles auf Englisch und Französisch beschriftet ist und auch alle Videos mit französischem Ton (oder Untertiteln, die dann nicht das Ohr, sondern halt das Auge beleidigen) daherkommen.

Am Abend sahen wir uns noch die “Light & Sound Show” vor dem Parlament an. Dabei wurden Bilder und Filme auf die Fassade des Parlaments projiziert und von Musik und Text untermalt. Hauptsächlich ging es darum, wie toll Kanada nicht ist und welche Errungenschaften nicht auf das Konto von Kanadiern oder gar von Kanada selbst gehen.

Written by gotti

July 15th, 2007 at 5:05 am

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Kanada / Kingston + Ottawa - Tag 10

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Der Tag begann etwas regnerisch, was uns aber nicht stören sollte: Wir hatten ohnehin vor, die meiste Zeit in Museen bzw. im Auto zu verbringen. Beim Auschecken gabs noch ein kurzes Gespräch mit dem Motel-Besitzer über das unterschiedliche Preisniveau zwischen Kanada und Österreich: Er war der Meinung, Österreich müsse generell teuer sein, weil er bei seiner Rundreise im April auf der Autobahn irgendwie in Tirol 5 Euro für ein Flascherl Mineralwasser gezahlt hat, ließ sich dann aber doch vom Gegenteil überzeugen. Und das in einem Land, wo man in einem ganz normalen Lokal für eine Flasche Bier $6 ablegt…

Danach gings in das Canadien Forces Communciations & Electronics Museum, ein Museum, das sich mit der Geschichte der militärischen Kommunikation in Kanada beschäftigt. Im Anschluß folgte noch ein kurzer Rundgang durch Museum des Royal Canadian Military College.

Am Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg Richtung Ottawa, nicht ohne vorher noch vollzutanken (30 Liter um $30). Entlang des Rideau-Kanals gings dann im Regen nach Ottawa. Dort angekommen bezogen wir unsere Hotelsuite: Schlafzimmer, Wohnzimmer, 2 Badezimmer, Arbeitszimmer, Küche - ganz passabel für $119/Nacht. Um nicht gleich ins Bett zu fallen marschierten wir noch zum Parliament Hill, aber der einsetzende Regen trieb uns bald in ein Buchgeschäft und anschließend zurück ins Hotel.

Written by gotti

July 14th, 2007 at 12:22 am

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